Klima-Orakel
Klimaschutz durch Wassersparen

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Heute fragt Antje N. aus Berlin, wieso sich durch Wassersparen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden lassen. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung antwortet ihr.
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Wasser sparen im Haushalt schont nicht nur die natürliche Ressource Wasser, die in vielen Regionen der Welt knapp ist, sondern trägt auch zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Die Emissionen resultieren dabei aus der fossilen Energie, die eingesetzt wird, um das Wasser zu fördern, aufzubereiten und zu transportieren.

Außerdem ist auch die Reinigung des Abwassers im Klärwerk mit dem Einsatz von Energie verbunden. Somit kann bereits zum Klimaschutz beigetragen werden, wenn der Verbrauch an kaltem Wasser reduziert wird.

Noch viel relevanter im Hinblick auf den Energieverbrauch ist jedoch warmes Wasser, dessen Bereitstellung allein rund 12 Prozent des Energieverbrauchs in privaten Haushalten verursacht. Erfolgt dies nicht unter Einsatz erneuerbarer Energieträger (beispielsweise in einer Solarthermieanlage), so sind damit erhebliche CO2-Emissionen verbunden. Kaltduschen verursacht also deutlich weniger CO2-Emissionen als Warmduschen.

Zehn gute Tipps zum Wassersparen finden Sie übrigens auf der Website des europäischen Energiesparcups (ECCC).

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Klimaschutz durch Wassersparen"

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  • Man erspare uns dieses Orakel! Die geschilderten Probleme mit der Kanalisation gibt es nicht nur in Thüringen, die Hysterie greift wirklich um sich !!! Auch das Einstellen der menschlichen Atmung spart deutlich CO2 !

  • <<Wasser sparen im Haushalt schont nicht nur die natürliche Ressource Wasser, die in vielen Regionen der Welt knapp ist, ...>>
    Was nützt es wasserarmen Regionen, wenn wir hier Wasser sparen? Hier gibt es genug Wasser, Sparen bringt außer Energieersparnis nichts.

    <Kaltduschen verursacht also deutlich weniger CO2-Emissionen als Warmduschen.>
    Ja und? Schon Handlungsempfehlungen für staatsnahe Einrichtungen wie Krankenhäuser und Erziehungsheime abgegeben?

    Nudeln in kaltem Wasser kochen, verursacht auch weniger CO2-Emissonen.

  • Stimmt so nicht ganz! In unserer Gegend (Ostthüringen) gibt es einen der niedrigsten Wasserverbräuche im Bundesgebiet (gepaart mit den höchsten Kosten). Da durch das Wassersparen jedoch die Kanalisation nicht mehr ausreichend gespült wird fahren hier täglich die Kanalreiniger und pumpen Hektoliterweise die Rohre frei. Regional betrachtet wird also weder Wasser gespart. Auch die Energiebilanz und Kosten dieser Spülungen dürften enorm sein.
    Aber dies ist mal wieder einer dieser typischen Klimahysteriker-Artikel welcher zu kurz gedacht war!

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