Klima-Orakel
Shopping in Zeiten des Klimawandels

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Luke Stephens aus Hamburg wissen: „Ist Online-Shopping schlecht für das Klima?“ Moritz Mottschall vom Öko-Institut antwortet ihm.
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Da die Höhe der Treibhausgasemissionen hängt stark vom Kaufverhalten des Kunden ab. Fakt ist: Eine Paketsendung innerhalb Deutschlands führt zu rund 700 Gramm transportbedingten Treibhausgasen. Darüber hinaus ist die Herstellung des Verpackungsmaterials, der Energieverbrauch in den Lagern und Logistikzentren aber auch die Nutzung des eigenen Computers mit zusätzlichen Emissionen verbunden.

Doch auch im Ladengeschäft sind die energiebedingten Treibhausgasemissionen hoch, insbesondere durch die intensive Beleuchtung der Waren. Wer klimafreundlich einkaufen möchte, sollte beim Online-Einkauf aufgrund der geringeren Auslastung auf Express-Lieferungen verzichten und Retour-Sendungen vermeiden.

Beim Einkauf im Ladengeschäft sollte man – wenn möglich – die Fahrt mit dem Auto vermeiden. Hier entstehen durchschnittlich 200 Gramm Treibhausgase pro Kilometer. Besser ist es, Fahrgemeinschaften zu bilden, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen oder am besten selbst in die Pedale zu treten.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Shopping in Zeiten des Klimawandels"

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  • KOMMENTATOREN WERDEN VON ENERGIE-LOBBY BEZAHLT!

    Es ist schon sehr auffällig, dass sich in den einschlägigen Foren zu Klimawandel und Energie immer dieselben "Kritiker" zu Wort melden. Längst ist öffentlich bekannt, dass viele sogenannte „Klimaskeptiker“ von der Energie-Lobby bezahlt werden, um gezielt und systematisch Zweifel an Klima-Wissenschaft und -Politik zu streuen. Der Grund: Eine ambitionierte Klimapolitik, die auf Energieeffizienz und dezentraler Versorgung mit erneuerbaren Energien setzt, zwingt die großen, konventionellen Energiekonzerne zu strukturellen Anpassungen. Das bedeutet, sie verlieren ihre Monopolstellung in Wirtschaft und Politik.

    In einem Dossier der ZEIT heißt es: „Rund 420 Millionen Dollar investiert die Öl- und Gasindustrie in die Produktion des Zweifels – allein in den Jahren 1997 bis 2004.“ (Die Klimakrieger in: DIE ZEIT, 22.11.2012 Nr. 48). http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker

    Jeder muss selbst wissen, wofür er sich prostituiert. Aber selbst die Klimaskeptiker wissen: Kein seriöser Wissenschaftler auf dieser Welt zweifelt ernsthaft am menschengemachten Klimawandel. Sicherlich wird im Einzelfall über den Schweregrad und die Eintrittswahrscheinlichkeit der negativen Folgen diskutiert. Aber über die Richtung herrscht ein breiter wissenschaftlicher Konsens.

  • Und lokal verfügbare Bestände bedeuten, dass zumindest in unseren Metropolen alternative Logistiksysteme greifen können: Fahrradkuriere, E-Bikes, etc. Dier DLR erforscht übrigens gerade, ob E-Lastenräder in Hamburg & Co einsetzbar sind: www.ich-ersetze-ein-auto.de
    Ich sehe das ganze nicht so schwarz/weiß. Fakt ist aber, dass man sich gedanken über unsere künftige Infrastruktur machen muss, denn der KEP-Verkehr steigt durch den Versandhandel ungebremst.

  • Wenn das Umweltbundesamt etwas mützliches tun würde oder wollte, dann müsste es zu erst einmal dafür sorgen, dass der Import von Tropenhölzern und Palmöl verboten wird. Ansonsten ist das Amt nur mit unnützen Steuergeldfressern besetzt und auf solche können wir verzichten.

    Im übrigen lasse ich mir von niemanden vorschreiben was ich wann und wo kaufe. Es müssten noch viel mehr im Internet kaufen, denn das wäre doch eigentlich gut für das Klima. Man denke nur daran wie viel Sprit verfahren wird um in die Stadt zu einkaufen zu kommen. Aber denken ist bei den Klimahysterikern Glücksache wenn die überhaupt das Zeug zum denken haben.

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