Klima-Orakel
Warum stehen in Windparks häufig Windräder still?

Leser fragen – Klima-Experten antworten. Diese Woche hat Johanna Lehmann aus Cottbus nachgefragt, Axel Riedel vom Umweltbundesamt antwortet ihr.

Wenn einzelne Windenergieanlagen eines Windenergieparks stillstehen, kann das viele Gründe haben. Meist werden Windenergieanlagen wegen Wartungsarbeiten an einzelnen Anlagen oder auch am Netzanschluss des gesamten Windenergieparks stillgelegt.

Zudem setzen sich Windparks oft aus Windenergieanlagen verschiedener Typen zusammen. Diese stellen spezifische Anforderungen an die Windgeschwindigkeit, die vorherrschen muss, damit sie etwa nach einer Flaute wieder in Betrieb gehen. Deswegen kann es passieren, dass einzelne Windenergieanlagen stehen, während andere laufen.

Ein weiterer Grund: Die Windgeschwindigkeiten können auch innerhalb eines Windparks so unterschiedlich sein, dass selbst Anlagen gleichen Typs ihren Betrieb zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufnehmen oder einstellen. Außerdem kann es an speziellen Standorten zu autonomen Abschaltungen einzelner Windenergieanlagen kommen, weil so beispielsweise ein übermäßiger Schattenwurf auf Wohngebäude verhindert wird oder die Rotorblätter im Winter vereist sind.

In der Regel stehen die Windräder also nicht still, weil der Netzbetreiber die Anlage abgeschaltet hat. Das ist auch gar nicht erlaubt: Windenergieanlagen dürfen nur dann abgeschaltet werden, wenn das Netz bereits durch Strom aus erneuerbaren Energien belegt ist.

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