Klima-Orakel
Was hat Mülltrennung mit Klimaschutz zu tun?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Lukas Frei aus Ludwigshafen wissen: Was hat Mülltrennung mit Klimaschutz zu tun? Hartmut Pflaum vom Fraunhofer UMSICHT antwortet ihm.
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Indem wir Abfälle getrennt sammeln, sortieren und aufbereiten, können wir gezielt auf die darin enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier oder Holz zugreifen. Sind die Stoffströme erst einmal isoliert, können die Wertstoffe als so genannter Sekundärrohstoff etwa in Stahl- und Aluminiumwerken oder in der Kunststoffindustrie verwertet werden. So wird der Einsatz von Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt sind.

Das Recycling spart auch Energie. Denn Gewinnung, Transport und Aufarbeitung der Primärrohstoffe (Erze, Mineralien, Erdöl etc.) verbrauchen viel Energie. Wenn diese Energie aus Erdöl, Erdgas oder Kohle stammt, entsteht unter anderem das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2).

Jede durch Abfalltrennung und Recycling vermiedene Tonne Primärrohstoff vermindert also den Rohstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen. Zwar wird auch bei der Sammlung und Aufbereitung von Abfällen Energie verbraucht. Die Energiemenge, die für die Gewinnung von Sekundärrohstoffen benötigt wird, ist aber deutlich kleiner als diejenige für Primärrohstoffe. Zieht man die Aufwendungen für das Recycling ab, so werden zum Beispiel durch Recycling von Eisen und Stahl zirka 1 Tonne, von Kupfer etwa 3,5 Tonnen und von Aluminium sogar rund 10 Tonnen CO2 pro Tonne Metall nicht in die Atmosphäre geschickt.

Das Umweltbundesamt meint, dass bis zum Jahre 2020 durch die Abfallwirtschaft mittels verbesserter Verfahren rund 28 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden können. So trägt Abfalltrennung zum Klimaschutz und gleichzeitig zur Schonung von endlichen Ressourcen bei. 

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Was hat Mülltrennung mit Klimaschutz zu tun?"

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  • Der Klima-Thilo Fritz Vahrenholt und die grünen Khmer

    http://www.youtube.com/watch?v=k5TfJsjHGKU&list=UURHOJWH61BlakEfkn6sjHag&index=9&feature=plcp

    Der Norbert, die Gaia, das Klima

    http://www.youtube.com/watch?v=G6y9fYteg2I&feature=relmfu

  • Der Oekokult der Mülltrennung und der Glaube an eine CO2 Klimahölle entspringen beide derselben Religion. Beides ist destruktiv und verursacht sinnlose Kosten.

    Letztlich entspringt dies der Grundhaltung dass der Mensch und die moderne Zivilisation mit ihrem Wohlstand das Uebel schlechthin sei. Es wird eine Rückkehr in eine asketische vorindustrielle Gesellschaft propagiert. Dazu werden dann Sagas wie das Waldsterben, Endliche Rohstoffe, oder eine CO2 Klimahölle bemüht.

    Vandale

  • Darüber hinaus sage ich einfach mal "Thema verfehlt". Mülltrennung ist eben nicht gleich Recycling. Die 5 Tonnen vor dem Haus könnte heute problemlos durch 1 Tonne, max 2 für die Bioabfälle, ersetzt werden. Die modernen Sortiermaschinen in den Abfallzentren würden somit das aufwendige und teure getrennte Einsammeln der Wertstoffe ersetzen.

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