Klima-Orakel
Was ist echter Ökostrom?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Margit Sprick aus Drochtersen wissen, was echter Ökostrom ist. Jörg Heidjann von Stromauskunft.de antwortet ihr.
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Unter echtem Ökostrom versteht man Strom von einem unabhängigen Stromanbieter, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft und gleichzeitig in den Aufbau von Wind- oder Wasserkraftanlagen investiert. Damit fallen die meisten der fast 800 Ökostrom-Anbieter heraus und es bleiben im Prinzip nur noch die vier unabhängigen Anbieter EWS Schönau, LichtBlick, Naturstrom und Greenpeace Energy übrig.

Die Tarife dieser vier Anbieter belegen auch die ersten Plätze einer Untersuchung von Stiftung Warentest, die das Engagement von Ökostrom-Anbietern und -Tarifen überprüft hat.

Eine weitere Orientierungshilfe für Verbraucher sind Ökostrom-Gütesiegel, die den Nachweis einer umweltfreundlichen Stromproduktion erbringen. Diesbezüglich erweisen sich vor allem das ok-power-Gütesiegel sowie das Grüner-Strom-Label als vertrauenswürdig und streng in ihren Kriterien.

Fazit: Wer mit dem Umstieg auf Ökostrom wirklich ein Zeichen für den Klimaschutz setzen möchte, der sollte auf "echten Ökostrom" setzen. Denn nicht überall wo Ökostrom draufsteht, ist auch Ökostrom drin.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Was ist echter Ökostrom?"

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  • Das "Label" Ökostrom kann man sich leicht zulegen, denn Ökostrom ist kein geschützter Begriff. Was dann wirklich dahinter steckt ist oft fraglich. "Öko"-Strom verkauft sich in heutiger Zeit einfach viel besser, und da wollen viele Unternehmen kräftig mit absahnen. Echter Ökostrom + Unabhängige Ökostrom Anbieter = maximaler Umweltnutzen. Siehe auch http://www.oekostrom-anbieter.info

  • "echter ökostrom" ist der, der nachts/ bei Bewölkung und bei Windstille fehlt...

    Ein "echter" Ökostromanbieter könnte somit keine 24h Versorgung garantieren, zumindest nicht für alle!

    Zitat: "Zentrales Kriterium der Zertifizierung ist, dass die Stromanbieter mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde den Ausbau erneuerbarer Energien fördern."
    [Grüner Strom Label]

    Es müssen eben nur Strommengen nachgewiesen werden, nicht deren bedarfsgerechte Erzeugung, Überschüsse (zB nachts bei Sturm) werden dagegen dann dem Normalkunden aufgehalst...

  • 1. Grund: Hohe Personalkosten
    Bei Google unter „RWE AG – Beirat aufgeteilt nach Regionalbeiräten“ findet man lauter Landräte, Bürgermeister, Staatssekretäre, etc. die mit großer Wahrscheinlichkeit eine Aufwandsentschädigung bekommen. Die tun (hoffentlich/Stichwort Befangenheit) aktiv nichts für das Unternehmen, kosten aber reichlich.

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