Klima-Orakel
Wer tut wirklich etwas für den Klimaschutz?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal möchte Rolf Behringer aus Wernigerode wissen: „Heute behauptet fast jedes Unternehmen, dass es etwas für den Klimaschutz tut: Wie kann ich herausfinden, ob das wirklich stimmt?“. Esther Zippel vom Umweltgutachterausschuss beim Bundesumweltministerium antwortet ihm.
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Es gibt viele Unternehmen, die etwas für den Klimaschutz tun, indem sie zum Beispiel ihren Energie- und Materialverbrauch senken oder Abfall und Emissionen verringern. Bei Betrieben, die hierfür ein spezielles Umwelt-Prüfsystem einführen, kann man davon ausgehen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernster meinen als andere: Die Prüfsysteme stellen allgemeine Regeln auf, wie sich Unternehmen im Umweltschutz verhalten müssen. Nur wer die Anforderungen erfüllt, erhält dafür ein Siegel oder Zertifikat.

Aber Vorsicht: Es gibt viele verschiedene Umweltsiegel. Nicht alle stellen besonders hohe Anforderungen an die Unternehmen. Weit verbreitet ist zum Beispiel die privatwirtschaftliche Umweltmanagement-Norm ISO 14.001. Nicht ganz so häufig verbreitet, aber dafür deutlich anspruchsvoller ist das europäische Gütesiegel EMAS. Unternehmen, die an EMAS teilnehmen, verpflichten sich, Umweltziele wie etwa die Reduktion von CO2 festzulegen und die Erreichung dieser Ziele anhand von Indikatoren zu belegen. Die Einhaltung der Anforderungen wird extern von einem unabhängigen Gutachter abgeprüft. Was die Betriebe tatsächlich für den Klimaschutz tun, steht für jeden zugänglich in der sogenannten Umwelterklärung. Hier berichten die Unternehmen regelmäßig über ihre Maßnahmen und legen ihre geprüften Daten offen. Über 1000 dieser Umwelterklärungen sind auf www.emas.de zu finden.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

Kommentare zu " Klima-Orakel: Wer tut wirklich etwas für den Klimaschutz?"

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  • "Auch schon
    der Versuch, das Verhalten
    der Menschen so zu verändern, dass die
    Erderwärmung nur
    maximal 2 Grad betragen sollte, grenzt an
    Schachsinn!!"

    Die Leute müssen aufgrund umfangreicher Informationen selber erkennen, daß dieser verschwenderische Lebensstil Unsinn und zusätzlich noch umweltgefaehrdend ist.

    Zusätzlich kann man mit erhöhten Preisen dafür sorgen, daß die Leute ihr Verhalten überdenken. Also statt mit einer Erhöhung der Pendlerpauschale den weiteren Zuzug aufs Land zu unterstützen, den Leuten zu verstehen geben, daß die Pedlerkosten ihr Privatvergnügen sind: würden sie am Ort ihres Arbeitsplatzes wohnen, könnten sie sich mindestens ein Auto sparen und hätten auch noch täglich viel Zeit gespart, da die Wege nun kürzer sind. Trotz höherer Mieten selbst in Großstädten ist das Leben ohne Pendeln günstiger. Von der Umweltfreundlichkeit ganz abgesehen. Und man fährt ja nicht nur zum Arbeiten Indien Stadt. Wenn man das kulturelle Angebot der Stadt nutzen will, ist man wegen schlechter Verkehrsanbindung wieder aufs Auto angewiesen, was man wegen des guten ÖPNV in der Stadt gar nicht benötigte. Wenn man es etwas ruhiger und grüner haben will, kann man ja an den Stadtrand ziehen. Ist aber immer noch Stadt- mit all ihren Vorteilen.

  • Sorry, solche Kommentare sind geistige "Umweltverschmutzung" und beinhalten nicht die Spur eines konstruktiven Beitrags zum eigentlichen Thema.

  • Al Gore ist nicht nur Papst des Klimaschwindels als auch Initiator eines sehr profitablen Geschäftsmodells.

    Wer sich je gewundert hat dass vergleichsweise arme Länder wie China, Indien, Aegypten Windmühlen und Solarzellen installieren wird sich fragen warum gerade diese Länder, wo die Leute ziemlich arm sind, diese nutzlosen ökoreligiösen Monumente installieren.

    Im Kyoto Protokoll wurde der CDM (Clean Development Mechanism) Handel vereinbart. Länder wie die Schweiz können durch den Kauf dieser Zertifikate Ablass von ihren Klimasünden erkaufen. Mit dem Geld werden dann z.B. Windmühlen in Indien finanziert.

    Al Gore ist fast Milliardär geworden.

    Ich möchte nicht gegen die Kommerzialisierung der Oekoreligion sprechen als nahezu alle erfolgreichen Religionen Mechanismen ihrer Finanzierung aufgebaut haben. Allerdings sollte man diese Mechanismen aufzeigen.

    Vandale

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