Klima-Orakel
Wie viel CO2 fällt bei der Herstellung einer Kilowattstunde Strom an?

Leser fragen - Klima-Experten antworten. Diese Woche hat Fred Hauschel aus München nachgefragt, Marion Dreher vom Umweltbundesamt antwortet ihm.

Die Mengenverhältnisse von Strom aus Kernenergie und Kohle sowie aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Wind und Fotovoltaik bezeichnet man als Strommix. Die spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommixes, die bei der Herstellung einer Kilowattstunde Strom entstehen, berechnet das Umweltbundesamt jährlich.

Die Berechnungen geben die direkten Emissionen inklusive der Netz- und Leitungsverluste an. Emissionen aus den so genannten Vor- und Nachketten sind darin nicht berücksichtigt. Dies sind vor- und nachgelagerte Prozesse der Stromerzeugung, wie etwa das Fördern der Energieträger und die Entsorgung und Wiederaufbereitung von Materialien.

Auf der Website des Umweltbundesamtes findet sich eine Zeitreihe der Emissionen für die Jahre von 1990 bis 2007 sowie Hintergrundinformationen zur Berechnung. Eine erste Hochrechnung für das Jahr 2008 ergab, dass jede Kilowattstunde Strom im Jahr 2008 circa 580 bis 590 Gramm Kohlendioxid verursachte. 1990 waren es noch 727 Gramm.“

Zum Vergleich: Pro Person und Kilometer verursacht die Straßen-, Stadt- oder U-Bahn 53 Gramm CO2, während es bei einem Auto der Mittelklasse (Benziner, Baujahr ab 2001) 250 Gramm CO2 sind.

Das Klima-Orakel ist eine Aktion der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz" in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt. Weitere Fragen ans Klima-Orakel finden Sie unter der Adresse www.klima-sucht-schutz.de

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