Klimaforscher Schellnhuber
„Wir stehen vor neuer industriellen Revolution“

Der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber befürchtet eine langfristige Erderwärmung um bis zu sechs Grad, sollte sich bis 2020 nichts Entscheidendes beim Klimaschutz tun.
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Umweltminister Norbert Röttgen und Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) wollen den internationalen Klimaverhandlungen an diesem Sonntag und Montag neuen Schwung verleihen. Schellnhuber, Physiker und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), hat wenig Hoffnung.

Nach dem Klimagipfel in Cancún Ende 2010 haben Sie gesagt, der Patient sei am Leben, aber nicht kuriert. Hat sich etwas bewegt?

Schellnhuber: Nein. Der Patient lebt zwar noch. Aber es gibt immer mehr Stimmen, die ihm den baldigen Tod vorhersagen.

Das heißt, es wird nicht gelingen, die Erderwärmung dauerhaft auf maximal zwei Grad zu begrenzen?

Man kann dieses Ziel immer noch erreichen. Aber dann müsste in diesem Jahrzehnt viel geschehen. Der Scheitelpunkt der Treibhausgas-Emissionen müsste weltweit bis 2020 überschritten werden. Das erscheint außerordentlich schwierig. Später könnte man das Klimasystem auch noch stabilisieren, jedoch nur mit enormen Anstrengungen. Man müsste nämlich die Atmosphäre von Kohlendioxid reinigen wie bei einer Rauchgasentschwefelung. Das wäre mit gigantischen Kosten verbunden.

Greenpeace geht eher von einer Erderwärmung von bis zu vier Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts aus. Wie sehen Sie das?

Wenn wir nüchtern analysieren, was nach dem Klimagipfel in Kopenhagen an nationalen Maßnahmen versprochen wurde, dann kommen wir bis 2100 auf drei bis vier Grad. Aber die Erwärmung würde danach nicht aufhören. Nach unseren Szenarien sind wir auf einem Kurs, der bis 2300 auf sechs Grad Erderwärmung oder mehr führen kann. Das wäre eine völlig andere Welt - beispielsweise würde der Meeresspiegel langfristig um viele Meter steigen.

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Kommentare zu " Klimaforscher Schellnhuber: „Wir stehen vor neuer industriellen Revolution“"

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  • Schon wieder ein Interview mit einem "Experten"!
    Die Erdgeschichte hat schon viele Klimaschwankungen auch ohne den Menschen erlebt, darüber schwadroniert dieser Typ nicht. Die Klimamodelle beruhen nur auf unzulänglichen Alghoritmen mehr nicht! Der von Menschen verursachte Klimawandel ist ein von der 68er-Bewegung erfundenes Ammenmärchen! Zum Glück ist diese 68er-Generation bald ausgestorben!

  • Wann wird endlich mal publik und eingesehen: Es ist doch selbstverständlich, daß die ungeheuren täglichen "Wirbelschleppen" der Flugzeuge und die Einbringung der Kondensationskerne in die wetterbestimmenden Atmosphäreschichten das Klima beeinflussen!
    Der Umfang des Luftverkehrs kann LIVE im Internet angesehen werden: < http://www.flightradar24.com > !

  • Auch wenn das CO2 Märchen den meisten bekannt ist, muss man sich fragen wie dieser angebliche Klimaexperte Hans Joachim Schellnhuber davon reden kann, dass China sich bezüglich des Klimaschutzes schlecht verhält. Nehmen wir mal eine einfach Rechnung:

    Im Jahre 2007 hat Deutschland 861 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen; in China waren es 6389 Mio Tonnen CO2.

    Jetzt rechnen wir das ganze mal auf den Pro-Kopf Ausstoß um: damit stößt ein Deutscher 10,5 Mio. Tonnen und ein Chinese nur 4,77 Mio Tonnen aus.

    Wie kann dann dieser "Klimaexperte" behaupten, wir würden uns vorbildlich verhalten und China nicht?! Will er uns etwa damit sagen, dass ein Chinese nicht das Recht hat, so viel CO2 auszustoßen wie ein Deutscher? Wie kann das Handelsblatt solche rassistischen Äußerungen unreflektiert online stellen?

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