Klimaforschung
Klimawandel sorgt für Hitzerekorde

Frankreich 2003, Moskau 2010, Texas 2011: Rund um den Globus gab es in den vergangenen Jahren immer wieder ungewöhnliche Hitzewellen. US-Forscher vermuten, dass dies unmittelbar mit dem Klimawandel zusammenhängt.
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WashingtonExtrem heiße Sommer in den vergangenen Jahren sind höchstwahrscheinlich eine direkte Folge des Klimawandels. Das berichten Forscher in den aktuellen „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („Pnas“). In den vergangenen drei Jahrzehnten habe es mehr und mehr Anomalien bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen gegeben. Das Team um James Hansen von der Universität Columbia (US-Staat New York) spricht von „dramatischen“ Änderungen.

Die Wissenschaftler untersuchten, welche Schwankungen es bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen in den vergangenen 30 Jahren gab - also dem Zeitraum, in dem sich die globale Erderwärmung besonders stark bemerkbar gemacht habe. Zum Vergleich zogen sie Daten aus der Zeit von 1951 bis 1980 heran - einer Periode mit „relativ stabilen globalen Temperaturen“, so die Forscher.

Neben dem generellen Trend der Erderwärmung sei vor allem ein neues Phänomen beobachtbar: extrem heiße Sommer. Dazu zählten etwa die Hitzewellen in Frankreich 2003, in Moskau 2010 oder im vergangenen Jahr in Texas. „Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass solche extremen Anomalien ohne die globale Erwärmung nicht vorgekommen wären“, schreiben die Forscher.

Mit dieser Einschätzung stehen die US-Amerikaner nicht alleine da. „Wenn die globale Erderwärmung weiter so zunimmt wie in den vergangenen drei, vier Jahrzehnten, dann können wir noch mehr dieser extrem heißen Sommer erwarten“, sagt Dim Coumou vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Pik). „Auch für Deutschland wird erwartet, dass es in Zukunft im Sommer mehr Temperatur-Ausreißer geben wird.“

Coumou hat selbst eine Studie zum Thema veröffentlicht. In dieser beschränkten sich die Pik-Forscher allerdings auf ein konkretes Ereignis, die Hitzewelle in Moskau. „Hansen hat eine globale Herangehensweise“, so Coumou.

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Der "Klimawürfel" verändert sich

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  • Das Beispiel mit dem Würfel ist die blödeste Erläuterung, welche ich in Sachen Klimawandel bisher vernommen habe und besagt unmissverständlich, dass die 'Forscher' keine vernünftige Erklärung haben. Klimawandel ist ein Zehntausend Jahre Ereignis und hat es schon immer gegeben. Als Hannibal vor über 2000 Jahren mit seinen Kriegselefanten, 9000 Reitern und 50.000 Soldaten über die französisch-italienischen Alpen zog, gab es dort keine hinderlichen Gletscher und als die Wikinger in Grönland Viehzucht betrieben, war es ebenfalls viel wärmer als heute. Ansonsten fällt ja auf, dass die 'Forscher' immer weniger von der 'CO2-Schuld' an dem Klimawandel sprechen, weil immer mehr Leute merken, dass sie damit abgezockt werden. Alina Alanka

  • So a hasser Summer!!! Schwitz'n dur i nur im Fitnessstudio. Bei heute 15°C wären 10°C durchschnittliche Erhöhung auch noch ganz gut verträglich. Bei dem Fake Klimawandel geht es in erster Linie um die (künstliche) Generierung neuer Geschäftsfelder, Ökoenergie, Dämmwahn, Energiesparlampe, CO2 verträgliche Autos usw. Zwangsweise Neuanschaffungen fördern das Wirtschaftswachstum. So fördert man Megageschäfte in einer gesättigten Gesellschaft und das im Fiat Money System so nötige Wirtschaftswachstum und die Aufschuldung. Wäre es nicht der Klimawandel, dann müsste man sich etwas neues einfallen lassen, z.B. die Bedrohung durch Aliens.

  • was ist das für eine Pseudo-Wissenschaft bei der alles außerhalb jeder Diskussion ist und die sich stattdessen auf (sehr zweifelhafte) "Autoritäten" beruft? Bei soviel Parametern in dem Modellen kann man alles fitten. Physik ist das jedenfalls nicht!!!
    (vielleicht ist es ja "Finanzwissenschaft" -> CO2 Steuern)

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