Klimaschutz
London will gegen rülpsende Kühe vorgehen

Die britische Regierung will zum Klimaschutz etwas gegen rülpsende Kühe und Schafe unternehmen. Denn die Tiere produzieren dabei das Treibhausgas Methan – welches das Klima weitaus stärker belasten soll als Kohlenstoffdioxid.

HB LONDON. Wissenschaftler sollen mit Unterstützung des Staates herausfinden, mit welcher Ernährung die Tiere weniger klimaschädliches Methangas ausstoßen, berichteten britische Medien am Dienstag. Forscher der Universität von Wales in Aberystwyth wollen den Tieren dabei unter anderem zuckerhaltigere Grassorten zum Fressen geben. Auch soll mehr Hornklee angepflanzt werden. „Wir wissen, dass die Ernährung von Tieren einen Einfluss auf den Methangas-Ausstoß hat. Leichter verdauliche Nahrung kann den Gasausstoß verringern“, sagte Michael Abberton vom Institut für Weideland und Umweltwissenschaft in Aberystwyth.

Das britische Programm wird nach Angaben der Zeitung „The Times“ mit 750 000 Pfund (1,1 Mill. Euro) gefördert und geht über drei Jahre. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagte, die Forscher arbeiteten auch an einer Methode, den Verdauungsapparat der Rinder zu verändern. Schon zuvor hatten Wissenschaftler auf den Zusammenhang zwischen der Haltung von Schafen und Kühen und der Verstärkung des Treibhauseffekts hingewiesen. Das Treibhausgas Methan soll sich bis zu 23 Mal so stark auf die Erderwärmung auswirken wie Kohlenstoffdioxid.

Auch an der Universität Hohenheim in Stuttgart arbeiten derzeit Wissenschaftler an einer Pille, die die Methangas-Produktion bei Rindern verringern soll. Weitere Versuche zur Methanminderung bei Kühen gibt es etwa in Australien und Dänemark.

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