Klimaschutzinitiativen
Gemeinsam gegen den Klimawandel

Worauf müssen sich Unternehmen nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls ab dem Jahr 2012 einstellen? Wie viel CO2 dürfen sie im Jahr 2020 noch emittieren? Unternehmen lechzen nach verlässlichen Rahmenbedingungen. Eine Möglichkeit zukünftige Entwicklungen abzuschätzen, ist das Engagement in freiwilligen Klimainitiativen.

DRESDEN. Die Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Klimakonferenzen, die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, der G8-Gipfel und zuletzt der Energiegipfel im Bundeskanzleramt haben das Klimathema in Deutschland ganz oben auf die politische Agenda katapultiert. Es folgten Talkshows über das Thema, Kooperationen zwischen Sonntagszeitungen und Greenpeace, Kinofilme wie Al Gores „An inconvenient truth“ und globale Pop-Events wie das Live-Earth Konzert zur Rettung des Weltklimas.

Diese Entwicklung geht auch an den Unternehmen nicht spurlos vorbei. Nicht nur die subjektiv betroffenen Unternehmen wie die Skiliftbetreiber in den deutschen Mittelgebirgen stellen sich auf Klimaveränderungen ein. Auch die durch neue Rahmenbedingungen wie z. B. den Emissionshandel betroffenen Unternehmen müssen reagieren. Sie widmen dem Emissionshandel ganze Abteilungen, es entstehen eigene Märkte und neue Branchen. Eine Entwicklung der bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, ist die Gründung von freiwilligen Klimainitiativen durch die Unternehmen selbst.

Einige Klimainitiativen, also die freiwillige Kooperation von Unternehmen untereinander oder mit Regierungen und Umweltschutzorganisationen, sollen in diesem Artikel kurz vorgestellt und deren unterschiedliche Motive beleuchtet werden.

Die Initiative 3C – Combat Climate Change (Kampf dem Klimawandel) ist eine Klimainitiative, die nahezu ausschließlich aus Unternehmen besteht. Gegründet und organisiert wird sie vom Energieversorger Vattenfall.

Die teilnehmenden Unternehmen fordern eine rasche Reaktion der Weltgemeinschaft auf den Klimawandel, bekennen sich zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen (low-emission economy) und setzen sich für einen Post-Kyoto Prozess ein. Nachdrücklich fordern sie den Einsatz marktwirtschaftlicher Instrumente (zum Beispiel den Handel mit Emissionszertifikaten). Was die Integration der Klimaproblematik in die Unternehmenswelt betrifft, erheben die teilnehmenden Unternehmen für sich selbst einen Führungsanspruch.

Auch andere Initiativen aus den USA wie US-CAP oder der Global Roundtable on Climate Change setzen sich für eine globale Bekämpfung des Klimawandels in Form eines Kyoto-Folgeabkommens ein. Unternehmen scheinen geradezu nach verlässlichen Rahmenbedingungen zu lechzen. Besonders die langfristigen Investitionen im Energiebereich (Kraftwerke habe eine Laufzeit von 30 – 40 Jahre) bedürfen einer verlässlichen Planungssicherheit. Nur wenn die Unternehmen heute abschätzen können, wie die Klimapolitik nach 2012 (Ende des Kyoto-Protokolls) ausgestaltet sein wird, können sie abschätzen welche Investition unter den gegebenen Rahmenbedingungen die wirtschaftlichste sein wird. Die Mehrheit der Initiativen sind US-amerikanischen Ursprungs, was darauf hindeutet, dass die US-Unternehmen bereits damit rechnen in Zukunft mit einer strikteren Klimapolitik konfrontiert zu werden.

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