Klimawandel Fluchthelfer im Treibhaus Erde

Nicht alle Arten können der Erderwärmung folgen und ihre Vebreitungsgebiete verschieben. Um ihr Aussterben zu verhindern, denken Biologen jetzt über radikale Maßnahmen nach: gezielte Umsiedlungen.
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Die Goldkröte aus Costa Rica ist eine Ikone des Regenwaldschutzes - und Mahnmal für das Artensterben: Bis 1987 symbolisierte sie den Reichtum mittelamerikanischer Nebelwälder, dann verschwand sie wohl für immer. Quelle: U.S. Fish and Wildlife Service

Die Goldkröte aus Costa Rica ist eine Ikone des Regenwaldschutzes - und Mahnmal für das Artensterben: Bis 1987 symbolisierte sie den Reichtum mittelamerikanischer Nebelwälder, dann verschwand sie wohl für immer.

(Foto: U.S. Fish and Wildlife Service)

HeidelbergDas erste Opfer der Erderwärmung war womöglich die Goldkröte aus Costa Rica: Sie lebte nur in den immerfeuchten Bergnebelwäldern des Monteverde-Schutzgebiets in Costa Rica, wo sie bis 1987 relativ häufig vorkam. In diesem Jahr suchte allerdings eine extreme Dürre die Region heim, die zahlreiche Waldtümpel austrocknete – inklusive des Froschlaichs.

Ein Jahr später gelang es Forschern noch ein knappes Dutzend der Lurche aufzuspüren, 1989 entdeckten sie dann nur ein einziges lebendes Individuum. Seitdem sah niemand mehr eine Goldkröte, und die Art gilt mittlerweile als ausgestorben.

Einige Wissenschaftler vermuten Klimaänderungen hinter dem Verlust. Steigende Durchschnittstemperaturen hätten dafür gesorgt, dass sich die Wolkengrenze in der Gebirgsheimat der Amphibie nach oben verschob, weshalb das Ökosystem trockener wurde. Ein einzelnes Extremereignis – ausgelöst durch einen starken El Niño im Pazifik – bereitete der Goldkröte schließlich den Garaus, indem es den gesamten Nachwuchs tötete, so die Theorie.

Womöglich wäre die Art gerettet worden, wenn Forscher damals zu einem letzten Mittel gegriffen hätten, das heute unter Klimaökologen immer stärker diskutiert wird: der hitzebedingten Evakuierung einzelner Spezies in neue Verbreitungsgebiete, die sie aus eigenem Antrieb nur verzögert oder gar nicht erreichen könnten – der Mensch als Fluchthelfer im Treibhaus Erde.

„Von Menschenhand unterstützte Wanderungen können niemals allen Wildtieren durch den Klimawandel helfen. Aber sie können einige Arten retten, die Biologen und die Öffentlichkeit als wertvoll genug erachten und die andernfalls aussterben würden“, meint Camille Parmesan von der University of Texas in Austin. Sie vertritt die Idee dieser Nothilfe seit einigen Jahren offensiv.

Rettungsanker Umsiedlung
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10 Kommentare zu "Klimawandel: Fluchthelfer im Treibhaus Erde"

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  • Die Erwärmung ist nicht durch Menschenhand gestiegen. Zur Römerzeit und auch später war es viel wärmer als heute. Aber diese Fakten werden unterdrückt. Wem Wolf und Bär lieber als Menschen sind, der soll sich nicht über tote Kinder aufregen, wie dieses in Skandinavien und Kanada regelmässig passiert.
    Die Manipulation zeigt Erfolge, wie man an einigen menschenverachtenden Kommentaren lesen kann.

  • Ews gibt weder den beschriebenen Treibhauseffekt noch einen menschenbeeinflussten Klimawandel. Alles durch jahrzehntelange Gehirnwäsche manipulierte Lehrmeinungen.
    Das Klima wird durch Sonne und Wolken gemacht und hat sich immer gewandelt. Bei Eike-Klima-Energie.eu kann sich jeder regierungsunabhängig informieren. Alles andere ist einfach Werbung zwecks Steuererfindung.

  • Es gibt die Extremen, die sagen das der Mensch an der Klimaveränderung Schuld ist. Dann gibt es die anderen Extremen, die sagen - den Menschen trifft gar keine Schuld - dazu dürften dann Sie gehören. Beide "arten" sind das schlimmste, das der Erde passieren kann.

    Und dann gibt es Menschen, die einfach mal davon ausgehen - ja, Klimaveränderung ist völlig natürlich und wenn die Natur Natur sein dürfte, dann wäre das auch gar kein Problem. Aber, Klimaveränderung ist im kosmischen Maßstab nicht eine Sache von Jahren, sondern eher von Jahrtausenden. Es mag sein, das wir Temperaturanstiege auf Mars und Venus ect. Messen können - wie lange schon? Wissen wir denn definitiv was da passiert? Vielleicht ist das auch normal dort?

    Definitiv wissen wir aber, das in den letzten 200 Jahren die Temperatur auf der Erde (im Gegensatz zu den 2000 Jahren davor) exorbitant gestiegen ist (komisch, das das mit der Industrialisierung und Massenvernichtung von Urgebieten zusammenfällt, oder?) und die Artenvielfalt abnimmt.

    Und wenn man ein bisschen gesunden Menschenverstand hat, dann könnte man vielleicht mal darauf kommen, das der Mensch an der Beschleunigung des Ganzen auch seinen Anteil hat. Schauen Sie sich doch mal um. Nehmen wir nur mal Deutschland - wo könnten hier Bären und Wölfe oder andere Raubtiere noch natürlich leben? (und im Rest Europas siehts nicht besser aus) Europa war früher zu einem Großteil von Wald bedeckt - wo ist der hin? Schauen sie auf ein Satellitenbild - jetzt ist der Großteil Ackerland. Übrigens - der Sauerstoffanteil in der Luft ist in einigen Gebieten der Erde auch schon gesunken^^

    Wir haben eine Verantwortung für unsere Natur die, je mehr wir in sie eingreifen immer höher wird.

    Aber das scheinen die Extremisten beider Lager irgendwie nicht begreifen zu wollen - schade für die Generationen, die uns folgen werden. Sie werden durch die zerstörerische Menschheit der Jetztzeit leider nicht mehr in den Genuss einer intakten Ökologie kommen.

  • Warum die Arten erhalten, die die Klimanormalisierung nicht mitmachen können?
    Gibt es einen vernünftigen Grund dafür?
    Die Saurier sind auch ausgestorben.
    Und???

    Ich dachte, eine Veränderung ist eine Chance, aber offensichtlich empfinden gewisse Menschen eine Veränderung nur als Bedrohung. Flexibles Denken und Handeln ist eben kein Allgemeingut. Allerdings hat die Weltgeschichte gezeigt, dass nur die nicht anpassungsfähigen Elemente bald der Vergangenheit angehören.

    Achja, durch die wegschmelzenden Pole wird die Landmasse deutlich zunehmen. Grönland und die Anktartissind deutlich größer, als die dann überschwemmten Küstenregionen.

  • @ Pendler

    Der satz ist falsch. Es sollte heißen - da würden wieder Palmen wachsen, wenn der Mensch es zuläßt.

    Wir forsten ja nicht einmal die Urwälder wieder auf, die wir mit Brandrodung, Ackerbau und Viehzucht oder einfach nur weil das Holz viel Wert ist vernichtet haben. Meinen sie wirklich das der Mensch der Natur freien Lauf lassen würde in diesen Gebieten? Ich wage mal zu behaupten - nicht, solange man das "Land" kommerziell nutzen kann.
    Und im übrigen - wenn die Pole geschmolzen sind ist weniger Land da als jetzt...das nur mal so nebenbei ;-)))

    Hier geht´s um Arterhaltung von Tieren, die durch unsere Lebensraumvernichtung sich nicht anpassen können beim Klimawandel. Wer den ausgelöst hat oder nicht oder wie ist doch völlig egal - darum gings in diesem Bericht auch gar nicht.

  • verehrte/r Diamant,

    Die Auswirkungen sind bekannt. Aber es ändert nichts daran, dass es sich hierbei um einen Ablauf handelt, der NICHT von Menschen verursacht wird.

    Mit anderen Worten, der Mensch muss es hinnehmen, denn es handelt sich um solare Ursachen. Bevor man mit Schuldzuweisungen um sich wirft, wäre es doch interessant, wenn wir die Klimanormalisierung (endlich wieder eisfreie Pole) als Chance ansehen und uns positiv auf die Normalisierung einstellen. Gerade auf der Nordhalbkugel sind viele Gebiete agrartechnisch nicht nutzbar, weil dort Dauerfrost vorherrscht. Hier werden wieder Palmen wachsen.


  • Was aber nichts an der Tatsache ändert, das die Erde sich erwärmt und damit viele Tiere aussterben werden.
    Und da der Mensch immer größere "Flächen" beansprucht haben die Tiere, im Gegensatz zu früher, eben nicht mehr die Wahl. Man sehe sich den Bären an, der mal in Deutschland eingewandert ist. Oder man höre sich die Rufe nach Abschuß der Wölfe an, weil ein paar Schafe denen zum Opfer gefallen sind.

    Tiere haben in dieser Welt nur noch den Stellenwert einer "Sache" (wie man in den Gesetzgebungen lesen kann). Und wenn eine "nicht gewinnbringende Sache" jemandem einen materiellen Sachschaden verursacht, dann muß sie weg^^

    Das ist doch nicht mehr normal. Und ganz nebenbei - Ackerflächen sind KEIN natürlicher Lebensraum ;-)

  • @Luftikus
    Statt Leute zu beschimpfen, tragen Sie doch bitte Argumente vor. Oder bleiben Sie bei Ihren saufenden und krakelenden Stammtischfreunden. Vielen Dank.

  • Die Erderwärmung wird NICHT von Menschenhand verursacht, das glauben NUR die DUMMEN, KORRUPTEN GUTMENSCHEN (68er-Pack); Wissenschaftler, die andere, plausiblere Theorien vertreten, werden von der korrupten, politisch korrekten Presse ignoriert!!!

  • Warum Treibhaus, so eine der vielen darstellungen, die man nur auf schlampige Recherche zurückführen kann.

    Tatsache ist,
    - dass die Pole (historisch gesehen) fast immer eisfrei waren. Wir leben also immer noch in einer Eiszeit, die endlich zu Ende geht.
    - das ganze Sonnensystem sich gerade (wieder) erwärmt. u.a. hat man das an den Saturnringen ausmessen können


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