Klimawandel
Grönland verliert 1500 Gigatonnen Eis

Grönlands Gletscher haben in den vergangenen Jahren einen Rekordverlust hinnehmen müssen. Der Eisverlust seit der Jahrtausendwende hat den durchschnittlichen Meeresspiegel bereits messbar ansteigen lassen. Und die Tendenz ist steigend.
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HEIDELBERG. Das grönländische Eis ist seit der Jahrtausendwende um etwa 1 500 Gigatonnen geschrumpft. Dabei wurde so viel Schmelzwasser freigesetzt, dass allein deshalb der durchschnittliche Meeresspiegel während dieser Zeit um fünf Millimeter anstieg.

Jeweils die Hälfte des Verlusts geht auf schneller fließende Auslassgletscher zurück, die vermehrt Eisberge ins Meer kalben, und erhöhte Schmelzwasserproduktion auf dem Eisschild selbst, wie Forscher um Jonathan Bamber von der University of Bristol nachgewiesen haben. Sie legen damit die bislang genaueste Messung der arktischen Gletscher zwischen 2000 und 2008 vor. Ihre Massenbilanz beruht auf Erhebungen vor Ort und Daten von Satelliten, welche den Zustand des Eisschildes überwachen.

Während der letzten 15 Jahre hat sich die Schmelze demnach deutlich beschleunigt: Ging die Eismasse Ende der 1990er Jahre nur um rund 50 bis 100 Gigatonnen pro Jahr zurück, betrugen die Verluste ab 2006 jeweils über 200 Gigatonnen.

Im Jahr 2007 maßen die Forscher den bisherigen Spitzenwert von 267 Gigatonnen. Der verstärkte Schneefall im Landesinneren von Grönland, den Bambers Team ebenfalls beobachtet hat, kann diesen Rückgang nicht wettmachen.

Beide Phänomene gelten als Folge des Klimawandels: Steigende Temperaturen tauen die Gletscher ab und lassen sie schneller ins Meer fließen, zugleich kann die wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen, die sich als Schnee zum Teil wieder niederschlägt. Insgesamt ist die Bilanz aber negativ, weshalb der Eiskörper schrumpft.

Kommentare zu " Klimawandel: Grönland verliert 1500 Gigatonnen Eis"

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  • Hacker weisen nach wie die Klimaforscher tricksen und sinkende Temperaturen vertuschen und es selber als Hohn empfinden, daß sie die nicht mehr ansteigenden Temperaturen erklären können:

    http://www.welt.de/wissenschaft/article5294872/Die-Tricks-der-Forscher-beim-Klimawandel.html

    Der Londoner Telegraph spricht von "climategate"

  • Der Klimawandel oder besser das kommende Weltunter-gangswetter kann vn der hilflosen Menschheit nicht
    verhindert werden.
    Dazu müssten Regierungen gestürzt und Firmen ent-
    eignet werden, um neue verträgliche Energieformen
    einzuführen.
    Darum freue sich jeder, der diese merkwürdig verschlampte Zukunft nicht zu erleben braucht.

  • Ein Verlust von 150Gigatonnen ist doch Peanuts, im Vergleich zu Gesamt-Eismenge Grönlands von rund 2 Millionen Gigatonnen. Die Eisschmelze von Grönland würde also 13.000 Jahre dauern. Doch alle 1000 Jahre kommt eine Eiszeit! Ergo wird Grönland nie schmelzen. Kontrollrechnung gewünscht? Laut den Klimawarner steigt das Meer um 7m, wenn Grönand schmilzt, wobei laut dem Artikel es im Augenblick um 0.5mm steigt: 7m/0.5mm = 7m/0.0005m = 14.000 Jahre. Der Artikel ist also reine Panikmache. Mal ganz abgesehen davon, dass die Temperaturen in Grönland im Augenblick stark fallen, wie andere Studien zeigen. Der Grund für die Klimawarnungen aus England ist übrigens folgender: Durch die Panikmache hat es die Atomlobby geschafft, 10 neue Kernkraftwerke in England durchzusetzen ...

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