Klimawandel
Ozonloch bringt mehr Sommerregen in die Subtropen

Das Ozonloch über der Antarktis beeinflusst nicht nur das Klima in den Polarregionen, vielmehr reichen die Effekte sogar bis in die Tropen, wie Forscher der New Yorker Columbia University jetzt feststellten.
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WashingtonDas Ozonloch hoch über der frostigen Antarktis beeinflusst das Wetter in den südlichen Tropen. Dies berichten Forscher aus Kanada und den USA in dem Fachjournal „Science“. Durch den Abbau der Ozonschicht über dem Südpol würden zahlreiche klimarelevante Prozesse verändert, wodurch es letztlich zu vermehrten Regenfällen in den subtropischen Regionen komme.

Vermehrte Regenfälle im Sommer werden in den Subtropen seit einigen Jahrzehnten festgestellt. Sarah Kang von der Columbia University in New York und ihre Mitarbeiter zeigten nun, dass es zwischen beiden Ereignissen einen Zusammenhang gibt. Mit Hilfe von vier unterschiedlichen Klimamodellen belegten sie, dass das Ozonloch nicht nur auf das Wettergeschehen in der Polarregion einwirkt, sondern sein Einfluss bis in die Tropenregion reicht.

Den Modellen zufolge verursacht das Ozonloch eine Abkühlung in der unteren Stratosphäre, wodurch sich die Grenzschicht zwischen Troposphäre (0 bis 15 Kilometer Höhe) und Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe) nach oben verschiebt. Dadurch verlagern sich westlichen Starkwinde außerhalb der Tropen polwärts. All dies führt schließlich in den subtropischen Sommern zur Zunahme der Regenfälle, unter anderem über dem südwestindischen Ozean und dem östlichen Australien.

Das Ozonloch zeigte sich erstmals in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts über dem Südpol. Es wurde hervorgerufen durch die extreme industrielle und kommerzielle Nutzung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen, die in die Atmosphäre gelangten und dort den Abbau der Ozonschicht verursachten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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