Klimawandel: Schmelzwasser beschleunigt arktischen Eisschwund

KlimawandelSchmelzwasser beschleunigt arktischen Eisschwund

Schmelzwasser sorgt dafür, dass es unter dem Eis des Arktischen Ozeans immer heller wird. Die Tümpel beschleunigen einen Effekt des globalen Klimawandels, wie Forscher mit einem Tauchroboter nachweisen konnten.
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BremerhavenDie arktische Meereisdecke ist im zurückliegenden Jahrzehnt nicht nur geschrumpft, sondern auch deutlich jünger und dünner geworden. Wo früher meterdickes, mehrjähriges Eis trieb, finden Forscher heute vor allem dünne, einjährige Schollen, die in den Sommermonaten großflächig mit Schmelzwassertümpel bedeckt sind.

Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben nun erstmals die Lichtdurchlässigkeit des arktischen Meereises großflächig vermessen und dabei diese Veränderung in Zahlen fassen können. Ihr Ergebnis: Überall dort, wo sich Schmelzwasser auf dem Eis ansammelt, dringt viel mehr Sonnenlicht und somit Energie in das Eis ein als an wasserfreien Stellen.

Als Folge davon schmilzt das Eis schneller und der Lebensraum im und unter dem Eis erhält mehr Licht. Über ihre Untersuchungen berichten die Forscher um Marcel Nicolaus aktuell im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

Die AWI-Wissenschaftler hatten in den zurückliegenden Jahren bei Expeditionen in die zentrale Arktis auffallend viele Schmelzwassertümpel gesichtet. Nahezu die Hälfte des einjährigen Eises war mit Tümpeln überzogen. Eine Beobachtung, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

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Schmelzwasser beschleunigt arktischen Eisschwund

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Grundlegende Veränderung

Kommentare zu " Klimawandel: Schmelzwasser beschleunigt arktischen Eisschwund"

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  • Mitten im Winter über das Sommereis zu berichten, ist nicht ganz passend. Wie steht es um das Arktiseis im Winter 2012 / 2013?

  • "Als Folge davon schmilzt das Eis schneller und der Lebensraum im und unter dem Eis erhält mehr Licht" - berichten die Forscher....
    Endlich mal ein positiver Aspekt in der Klimawandeldiskussion. Und wann wird die Nordwest-Passage wieder frei - für mehr Lebensraum über dem Eis.
    Zum Beispiel für mehr Schifffahrts- und Handelswege?

  • @HofmannM:
    Das Wort CO2 kommt in dem ganzen Artikel kein einziges Mal vor! Es wird lediglich ein Phänomen beschrieben - deutliche Zunahme des einjährigen Eises; Schmelzwassertümpel auf dem Eis; dadurch erhöhte Lichdurchlässigkeit - und die möglichen Konsequenzen daraus.
    Was soll also der alberne eindimensionale Beitrag, der völlig das Thema verfehlt?

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