Klimawandel
Treibhausgas gefährdet antarktische Nahrungskette

Krill ist Nahrungsgrundlage für Wale, Pinguine und viele andere Tiere. Jetzt haben Forscher untersucht, wie sich steigende Treibhausgas-Konzentrationen auf die Kleinkrebse auswirken – mit fatalen Resultaten.
  • 8

LondonIm Ozean rund um den Südpol könnte in den nächsten Jahrhunderten eine wichtige Nahrungsgrundlage für Wale, Pinguine und andere Tiere verloren gehen: Kleinkrebse – der sogenannte Krill. Steigende Kohledioxidwerte in der Luft lassen das Meerwasser saurer werden. Bereits im Jahr 2100 könnten deshalb in einigen Regionen nur noch halb so viel Krebse aus ihren Eiern schlüpfen wie heute, berichten Biologen in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“.

Werde der Ausstoß von Kohlendioxid nicht reduziert, könnte die Krill-Population im Südlichen Ozean bis zum Jahr 2300 kollabieren, so die Forscher. Das hätte verheerende Folgen für das gesamte Ökosystem.

Der Biologe So Kawaguchi vom Antarctic Climate and Ecosystems Cooperative Research Centre in Tasmanien erforscht seit gut einem Jahrzehnt Kleinkrebse. Für die aktuelle Studie hatte sein Team Antarktischen Krill (Euphausia superba) aus dem Südlichen Ozean gesammelt und in einem Aquarium gehalten. Später wurden natürlich befruchtete und abgelegte Eier auf elf verschiedene Gläser mit Meerwasser verteilt. In den Gläsern experimentierten die Biologen dann mit verschiedenen Konzentrationen an Kohlendioxid.

Je nach den verschiedenen Klima-Szenarien kann das Meerwasser in Zukunft unterschiedlich saurer werden, weil es mehr Kohlendioxid aus der Luft aufnehmen muss. Im Wasser reagiert Kohlendioxid zu Kohlensäure - das kann den pH-Wert senken. Das Wasser wird saurer. Und in kaltem Meerwasser löst sich Kohlendioxid besonders gut.

Seite 1:

Treibhausgas gefährdet antarktische Nahrungskette

Seite 2:

CO2 verzögert Embryo-Entwicklung

Kommentare zu " Klimawandel: Treibhausgas gefährdet antarktische Nahrungskette"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Informationen zum Klimawandel kann man bei Eike finden. Man muss EIKE mit etwas Vorsicht geniessen. EIKE tut sich mit der Bewertung der Artikel ein wenig schwer. Manche Artikel sind etwas erfrischend. Man findet jedoch dort einige sehr hochwertige Artikel hiesiger Professoren und Doktoren, bzw. auch Übesetzungen bekannter Wissenschaftler.

    Sofern man eine Plausibilitätsbetrachtung zum Klimawandel anstellen möchte, so ist die Hockeyschlägerkurve ein recht gutes Objekt. Gem. der Klimaschwindler war die Temperatur der Erde Jahrhundertelang konstant. Die Warmphase des Hochmittelalters findet man dort nicht. Dann begann ab dem Ende der Kleinen Eiszeit 1840 ein immer schneller werdender gleichlaufender Anstieg von Temperatur und CO2 Gehalt in der Atmosphäre.

    Hinweise: Beispiel 1943 waren die Hauptenergieverbraucher die USA 535 Mio. to Kohle, 238 Mio. to Oel, D ca. 500 Mio. to Kohle (inkl. Braunkohle), GB 202 Mio. to Kohle. Entsprechend insgesamt ca. 3 Mrd. to CO2 im Jahr. Die regionalen und Jahresschwankungen bei der natürlichen CO2 Emission betragen bei einer Emission von 700 - 900 Mrd. to möglicherweise einig zig %.
    Ab etwa 1960 liegen die CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in einer Grössenordnung von über 1% der "natürlichen Emissionen".

    Wenn man sich die Mühe einer eigenen Betrachtung ersparen möchte kann man zur Hockeyschlägerkurve auch die Kritik von Prof. Storch googlen.

    Highlights bei der Hockeyschlägerkurve waren dass diese zunächst sehr prominent in den Klimaschwindlerveröffentlichungen zu sehen war. Nach verhehrenden Kritiken verschwand diese aus den IPCC Berichten, Der Autor Dr. Mann hat die Quelldaten nie anderen zugänglich gemacht. Seine Freunde haben ihn rehabilitiert.

    Vandale

  • @Antiillusionist
    Auch, wenn Sie mit den Daten des MET-Office etwas anderes suggerieren wollen:
    Die Erderwärmung ist leider nicht vorbei und hat sich auch nicht signifikant verlangsamt.Sie sollten den Unterschied zwischen Signal und Rauschen beachten.
    Die Abweichungen von einem stetigen Erwärmungstrend liegen im Rahmen der üblichen kurzfristigen Schwankungen, die u.a. durch El Niño, Ozeanzirkulationsschwankungen und Sonnenaktivität verursacht werden.
    Zur Einordnung der Messdaten empfehle ich folgenden Artikel:
    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2013-01-20/globale-temperatur-2012

  • Für alle, die immer noch an das Märchen von der menschengemachten Erderwärmung glauben, gebe ich hiermit zwei Links.

    1. Aus dem ersten Link, der zum britischen MetOffice führt, ist ersichtlich, dass die Mittelwerte der global gemessenen Temperaturen seit etwa eineinhalb Jahrzehnten nicht mehr ansteigen, sondern zum Teil sogar eine leicht rückläufige Tendenz haben.

    Siehe: http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcrut3/diagnostics/comparison.html


    2. Der zweite Link führt zu einer Übersicht über die gemessenen Werte der CO2-Konzentration. Sie stammen von der offiziellen Messstation auf dem Mauna Loa auf Hawai. Man hat diesen Standort gewählt, weil er in der Äquatorzone liegt und so die CO2-Konzentrationen der Nord- und der Südhälfte der Erde erfassen kann.

    Siehe: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/

    Man erkennt, wenn man die beiden Diagramme vergleicht, sofort, dass es keine Korrelation zwischen CO2-Konzentration und Erwärmung gibt, eher eine leichte Antikorrelation.

    Nun kann man sich zwar der vom PIK (Potsdam Institut für Klimafolgeforschung) im Blick auf die strengen Winter der letzten Jahre verbreiteten Sage anschließen, dass es deshalb kälter wird, weil es wärmer wird, wenn man aber noch alle Tassen im Schrank hat, wird man davor zurückschrecken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%