Kohlendioxid-Speicher
Endlager Meeresgrund

Das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid im Meer zu versenken, ist eine verlockende Option. Doch die Langzeitfolgen dieser Methode sind noch völlig unklar. Im Südchinesischen Meer testen Forscher, welche Gefahren solche unterseeische Deponien bergen könnten

DÜSSELDORF. Raus aus der Luft, rein ins Meer: Um die Kohlendioxid-Belastung in der Atmosphäre zu verringern, denken Wissenschaftler und Energiekonzerne darüber nach, das Treibhausgas aus der Abluft von Kraftwerken zu trennen, zu verflüssigen und im Meer zu versenken. Derzeit gibt es hierzu drei Ideen: das Kohlendioxid im Wasser aufzulösen, es in tiefe Wasserschichten zu pumpen oder es in den Meeresboden zu pressen.

Die beiden ersten Methoden haben sich bereits als umweltschädlich entpuppt. Kohlendioxid senkt den pH-Wert des Wassers, das heißt, es wird saurer. Kalk bildende Organismen wie Korallen, Schnecken und Mikroorganismen mit Gehäusen im Plankton geraten dadurch in Lebensgefahr. Bleibt noch der Meeresboden. Wie sich ein Kohlendioxid-Depot dort auf die Meeresumwelt auswirken könnte, hat jetzt ein deutsch-japanisches Wissenschaftlerteam vom Forschungsschiff „Sonne“ aus im Südchinesischen Meer untersucht.

„Wir brauchen eine Vorstellung, was passiert, wenn wir großflächig Kohlendioxid im Sediment einlagern, und was im Fall einer Leckage geschieht“, sagt Fahrtleiter Gregor Rehder vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW). „Wo bleibt dann das Kohlendioxid? Wie sauer wird das Wasser und in welchem Umkreis um die Austrittsstelle? Das können wir nur vor Ort erforschen.“

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