Kuriose Geschäftsidee aus Dubai
Eisberge für den Wüstenstaat

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Außergewöhnlich sinnlos und kostspielig

Eine erste Hürde eines solchen Projekts dürften die Kosten sein. Al-Schehi wollte zu den Kalkulationen seines Unternehmens auf Anfrage keine Angaben machen. Robert Brears, Gründer des privaten Forschungsinstituts Mitidaption, geht in einer Machbarkeitsstudie zum „Abbau“ von Eisbergen aber davon aus, dass sich allein die anfänglichen Aufwendungen auf mindestens 500 Millionen Dollar (etwa 450 Millionen Euro) belaufen würden.

Eine zweite Hürde wären verschiedene Regelungen zum Naturschutz. Um die auf und im Umkreis der Insel Heard lebenden Seehunde, Pinguine, Fische und Zugvögel zu schützen, wird der Zugang von den australischen Behörden stark eingeschränkt. Für die Antarktis gibt es zudem internationale Abkommen, die nicht nur eine militärische Nutzung, sondern auch die wirtschaftliche Ausbeutung verbieten.

Selbst wenn es dem Unternehmen aus Dubai gelingen sollte, alle erforderlichen Genehmigungen zu erhalten, wäre die eigentliche Arbeit in den antarktischen Gewässern immer noch eine enorme Herausforderung. „Abertausende Eisberge treiben umher, und sie können sich ohne Vorwarnung bewegen“, sagt Christopher Readinger vom National Ice Center der USA. „Die Stürme da unten können wirklich brutal sein, und es gibt dort niemanden, der einem helfen könnte.“

Im Bereich der Arktis wird Polareis seit einiger Zeit bereits kommerziell genutzt – wenn auch nur in recht begrenztem Umfang. Im Norden Kanadas sprengen selbsternannte „Eisberg-Cowboys“ passende Blöcke heraus und verkaufen sie an Brauereien, Weinkellereien oder Wodka-Hersteller. Ein norwegisches Unternehmen verkauft geschmolzenes Polareis in Flaschen als Luxus-Trinkwasser.

Für die künftigen „Eisberg-Cowboys“ im Süden wäre allerdings nicht nur der Zugang deutlich schwerer. Die Ausbeute pro Kilogramm Eisberg wäre dort im Vergleich auch eher mager. „Das ist das trockenste Eis der Welt“, sagt Brears. „Man kann sehr viel von diesem Eis schmelzen lassen und dabei trotzdem nur sehr wenig Wasser gewinnen.“

Umweltschützer weisen unterdessen darauf hin, dass es für die Länder der Golfregion auch ganz andere Mittel zur Bekämpfung des Trinkwasser-Mangels gäbe – etwa Tröpfchenbewässerung in der Landwirtschaft, eine bessere Wartung von Leitungen oder schlicht ein sparsamerer Umgang mit der kostbaren Ressource.

Das Eisberg-Projekt stehe zu allen Konzepten zur Klimawandel-Anpassung im Widerspruch, sagt Charlotte Streck, Leiterin des Beratungsunternehmens Climate Focus. Es sei „eine außergewöhnlich sinnlose und kostspielige Art“, das Trinkwasser-Problem am Golf zu lösen.

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Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • @ H B O

    so geht das nicht!

    Es ist Freitags schon schlimm genug, wenn man weiß, dass am Wochenende die Kommentarfunktion gesperrt ist.
    Dann will man am Freitag Vormittag mit Wehmut diese noch mal ordentlich nutzen....dann ist diese den halben Tag gesperrt....und dann auch noch so ein Wetter.....das geht mal gar nicht.

    Zum Ausgleich bitte den Samstag freigeben.Danke

  • Die Antarktis hat eine Durchschnittstemperatur von -58°C. Das heisst das Eis der Antarktis schmilzt dort bei einer möglichen Klimaerwärmung (aus welchem Grund immer) lediglich gem. der "Klimawissenschaftler"* und der Qualitätsmedien. Bei einer zunehmenden Temperatur und Luftfeuchte vergrössert sich die Eismasse dadurch brechen mehr Eisberge ab.

    Sachlich gesehen ist die Meerwasserentsalzung immer effektiver und preiswerter geworden. 1m3 entsalztes Wasser kostet im Nahen Osten ca. 1 $ (Stand 2009). Ich denke dass ein Schleppen von Eisbergen von der Antarktis in die Emirate aufwendiger und teurer ist als weitere Entsalzungsanlagen zu bauen und zu betreiben.

    In den Emiraten werden aktuell 4 umweltfreundliche, zukunftsträchtige Kernkraftwerke gebaut. Nebenprodukt dieser Anlagen ist die Meerwasserentsalzung. Insofern sollte es eigentlich in den kommenden Jahren kein Engpass an entsalztem Wasser geben.

    *Im IPCC gibt es einige hochkarätige Wissenschaftler die die Organisation präsentieren. Die Funktionäre des IPCC haben meist enge Kontakte zu Greenpeace, WWF und FoE. Ich vermute dass die meisten einen Geistes-/Gesellschaftswissenschaftlichen Universitätsabschluss haben. Somit ist der Begriff "Klimawissenschaftler" berechtigt.

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