LNG-Frachter CMA CGM will Containerriesen sauberer machen

Containerschiffe gelten als wenig umweltfreundlich. Die französische Reederei CMA CGM will diesem Ruf etwas entgegensetzen - und gibt den Bau von Frachtern mit umweltfreundlichem Antrieb in Auftrag.
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Die französische Reederei hat ihren Hauptsitz in Marseille an der Côte d’Azur. Quelle: dpa
Reederei CMA CGM

Die französische Reederei hat ihren Hauptsitz in Marseille an der Côte d’Azur.

(Foto: dpa)

HamburgDie französische Reederei CMA CGM lässt neun riesige Containerschiffe bauen, die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) fahren. Das teilte die Reederei am Dienstag in Marseille sowie die deutsche Tochtergesellschaft in Hamburg mit. Damit würden zum ersten Mal Großcontainerschiffe mit einer Tragfähigkeit von 22.000 Standardcontainern (TEU) mit dem umweltfreundlichen LNG angetrieben, heißt es in der Mitteilung der weltweit drittgrößten Containerreederei.

Die Schiffe stoßen im Vergleich zum heute üblichen Antrieb mit Schweröl und Marinediesel 25 Prozent weniger CO2 aus. Die Emissionen von Schwefel, Feinstaub und Stickoxid fallen fast auf null. Die Schiffe sollen ab 2020 an die Reederei ausgeliefert werden.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

LNG gilt in der Schifffahrt als Antriebsenergie der Zukunft, hat sich aber noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Bislang fahren nur einige kleinere Schiffe und Fähren mit LNG. Das Problem sind die Kosten, der erforderliche Platz für die LNG-Tanks und die sichere Versorgung der Schiffe mit dem Brennstoff. CMA-CGM-Chef Rodolphe Saadé nannte die Entscheidung für den LNG-Antrieb „bahnbrechend“. Sie bekräftige das Bestreben der Reederei, die führende Kraft der Branche im Umweltschutz zu sein und eine Vorreiterstellung bei Innovationen und umweltfreundlichen Technologien einzunehmen.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "LNG-Frachter: CMA CGM will Containerriesen sauberer machen"

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  • Realistische Gründe sind eher die SO2 Emissionsgrenzwerte in einigen Gewässern, Bsp. EU, und das LNG häufig günstiger ist als Schweröl.

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