Lockheed Martin
Kernfusion-Reaktor soll Branche revolutionieren

Kernfusion zur Energiegewinnung: Nach jahrzehntelangen Forschungen kündigt der US-Rüstungskonzern Lockheed überraschend an, bald einen Testreaktor in Betrieb zu nehmen.
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DüsseldorfEin Durchbruch in der Kernfusion: das soll der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin angeblich erreicht haben. Innerhalb eines Jahres will das Unternehmen einen Testreaktor ins Geschäft bringen, teilte Lockheed am Mittwoch mit.

Die vierjährigen, bislang geheimen Forschungsarbeiten hätten die Machbarkeit eines 100-Megawatt-Reaktors demonstriert, der auf einen Lastwagen passen würde. Rund zwei bis drei Meter groß soll das Gerät werden. Damit könnte das System etwa auch in Kriegsschiffen eingesetzt werden.

Projektleiter Tom McGuire erklärte, Lockheed suche jetzt nach Partnern in der Industrie, an Universitäten und bei Regierungsstellen, um die Entwicklung voranzutreiben.. „Wir können an der Energie-Front wirklich etwas bewegen“, erklärte er.

Bei der Kernfusion wird - wie in der Sonne - Energie durch die Verschmelzung von Atomen gewonnen. Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, eine kommerziell nutzbare Form zu entwickeln - bislang ohne Erfolg. Der Reaktor soll den Angaben zufolge Deuterium und Tritium als Brennstoff verwenden, beides Varianten von Wasserstoff.

Befürworter hoffen dadurch auf eine saubere Form der Energie: Quelle von Deuterium seien die Ozeane und bei der Fusion werden keine Treibhausgase wie bei fossilen Brennstoffen frei. In konventionellen Kernkraftwerken werden dagegen Atome gespalten.

Zum Einsatz kommen, soll das erste Modell in zehn Jahren. Bis zu einem Prototypen würde es laut McGuire noch circa fünf Jahre.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lockheed Martin: Kernfusion-Reaktor soll Branche revolutionieren"

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  • Danke für den Lacher! :-) War mir auch aufgefallen, als ich den Bericht gelesen.

  • Wenn das Teil wirklich funktioniert und nicht nur Fördergelder locker gemacht werden sollen, hätte die Entwicklung langfristig das Potenzial, den Globus zu verändern.
    Versorger (incl. EE-Industrie!), Öl-, Gas- und Rüstungsindustrie bekämen wohl erhebliche Probleme. Finanzminister auch.

    Und es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung -wenn sie wirklich funktionieren sollte- in den Schubladen verschwindet.

  • "Bis zu einem Prototypen würde es laut McGuire noch circa fünf Jahre."

    Genial, wenn man einmal angefangene Sätze einfach nicht zu Ende.

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