Los Angeles
Schnüffelnase über der Mega-City

Mit neuen High-Tech-Sensoren misst die Nasa den Schadstoffausstoß in großen Weltmetropolen. Damit soll überprüft werden, ob die globalen Klimaziele auch erreicht werden. Der größte Klimasünder fehlt allerdings noch.
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Los AngelesJedes Mal, wenn Los Angeles ausatmet, wird eine Schnüffelnase in den Bergen über der südkalifornischen Metropole aktiv. Merkwürdig aussehende Geräte spüren die unsichtbaren Wolken von Kohlendioxid (CO2), Methan und anderen Treibhausgasen auf, die gen Himmel ziehen.

Auf der anderen Seite der Weltkugel haben Vorrichtungen auf dem Eiffelturm und anderen Orten rund um Paris eine ähnliche Aufgabe. Sie erfassen den Schadstoffausstoß aus Schornsteinen und Auto-Auspuffrohren. Und bald könnte sich auch das brasilianische Sao Paulo eine solche technische Spürnase zulegen. Dort sollen Sensoren zur Entdeckung von Nebenprodukten eingerichtet werden, die bei der Verwendung fossiler Brennstoffe entstehen.

Los Angeles, Paris und Sao Paulo haben offensichtlich eines gemeinsam. Sie sind Ballungszentren, in denen mehr als zehn Millionen Menschen leben - Megastädte, die zunehmend für den von Menschen gemachten Treibhauseffekt verantwortlich sind.

Seit Jahren wird der Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen rund um die Welt von Stationen auf dem Boden und Satelliten im Weltraum überwacht. Nun konzentriert sich eine Gruppe von Wissenschaftlern gezielt darauf, die Verpestung der Luft mit Treibhausgasen über Riesenmetropolen zu erfassen. Es ist ein erster Schritt mit der Absicht, eines Tages wissenschaftlich unabhängig nachprüfen zu können, ob von Politikern gesteckte örtliche Klimaziele auch erreicht werden. Los Angeles und Paris sind die Vorreiter.

Dass im Kampf gegen die globale Erwärmung die Uhr tickt, hat erst vor wenigen Tagen eine Untersuchung besonders drastisch unterstrichen. US-Wissenschaftler entdeckten bei Messungen auf Hawaii, dass die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre den höchsten Stand seit fast zwei Millionen Jahren erreicht hat. Gemessen wurden durchschnittliche Werte von mehr als 400 ppm, das heißt, 400 Teilchen pro Million.

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  • Bei der klimatisch besonderen Lage, die L.A. hat, sind die Messwerte, die da erzeugt werden, recht individuell. Will man denn diese Riesen-Staete wie Paris und LA zumachen oder bei entsprechenden Messwerten zwangsbewirtschaften ?

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