Milliardeninvestitionen
Investoren entdecken die Arktis

Angelockt von den großen Rohstoffschätzen sind einige große Energiekonzerne in der Arktis bereits aktiv. Und es sollen mehr werden. Rund 100 Milliarden Dollar an Investitionen werden fließen, so schätzt eine Studie.
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OttawaExxon will mit der russischen Rosneft in der arktischen Kara-See nach Öl und Gas suchen. Shell plant Probebohrungen in der Beaufort- und Tschuktschen-See. Die Arktis lockt die Mineralölkonzerne mit ihren Rohstoffschätzen. Doch nicht nur Öl und Gas wecken Interesse. Auch Bergbau, Schifffahrt, Fischfang und Tourismus werden dazu beitragen, dass Investitionen in mehrstelliger Milliardengröße in das Nordpolargebiet fließen könnten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Lloyd's of London und das Forschungsinstitut Chatham House jetzt unter dem Titel „Arctic Opening: Opportunity and Risk in the High North“ veröffentlichten. Die Arktis werde im kommenden Jahrzehnt wahrscheinlich Investitionen anziehen, die potenziell 100 Milliarden US-Dollar oder mehr erreichen können“, heißt es darin. Als größte Investoren und Nutznießer des Booms sehen die Autoren dabei die Öl- und Gasproduzenten, Bergbaufirmen und die Schifffahrtindustrie.

Wie stark die Energiekonzerne bereits in der Region unterwegs sind, zeigen diverse Projekte. Neben Shell und Exxon demonstriert zum Beispiel auch Chevron Interesse an der russischen Arktis. Berichten aus Moskau zufolge spricht der US-Konzern mit der Regierung über den Einstieg in die Ölförderung im Norden des Landes. In der russischen Barents-See liegt das riesige Schtokman-Gasfeld.

Auf norwegischer Seite bestätigten Bohrungen von Statoil, Eni Norge und Petoro Ölvorkommen. In Alaska wollen neben Shell auch ConocoPhilipps und BP neue Quellen finden.

„Die Arktis ist für die internationalen Konzerne ein wichtiger Teil ihres Portfolios“, meint Steven Kopits, Managing Director von Douglas-Westwood LLC in New York. Es sei heute schwer, Öl zu finden, das leicht zu fördern sei. Zudem seien in vielen Ländern wie Saudi-Arabien, Venezuela oder China die Vorkommen in staatlicher Hand. Die Konzerne müssten sich aber neue Quellen erschließen.

Kopits schätzt, dass die bekannten Ölfelder in der Arktis drei bis fünf Millionen Barrel pro Tag liefern könnten, etwa fünf Prozent der Weltproduktion. Die Arktis werde das Bild von Angebot und Nachfrage nicht entscheidend ändern, „dennoch sind diese Quellen für die Konzerne wichtig“.

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  • Na toll, da vernichtet die Menschheit jetzt auch noch die letzten sauberen Wasserressourcen, von der Tierwelt ganz zu schweigen. Wer einmal die Bohrfelder der Russen in der Arktis und die damit verbundenen Verwüstungen der Umwelt gesehen und gemessen hat, dem dreht sich angesichts dieses Wahnsinns der Magen um. Genau hier liegt auch der Grund, warum u.a. Deutschland aus der Förderung der sauberen und unproblematischen Solarenergie ausgestiegen ist: Die Erdölmafia kann nur dann weiter an ihrem schwarzen Gold, das man eher als schwarzen Tod bezeichnen sollte, grenzenlos verdienen, wenn die Staaten keine Alternativen zu diesem Wahnsinn entwickeln, und dafür lässt man dann schon mal was springen.

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