Nach AKW-Katastrophe: Bisher keine verstrahlten Flugzeuge in Frankfurt

Nach AKW-Katastrophe
Bisher keine verstrahlten Flugzeuge in Frankfurt

Nach den Zwischenfällen in den japanischen Atommeilern sind auf dem Flughafen Frankfurt bislang keine verstrahlten Flugzeuge angekommen.
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FrankfurtDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport lässt alle Maschinen aus Japan auf erhöhte Werte überprüfen. Bislang sei dabei keine höhere Radioaktivität festgestellt worden, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Pro Tag kommen sieben Maschinen aus Japan in Frankfurt an - dabei fünf Passagierflieger und zwei Frachtmaschinen. Fraport überprüfe die Maschinen von innen - nach dem Aussteigen der Passagiere. Eine Messung an der Außenseite mache keinen Sinn, da radioaktive Partikel durch die hohe Fluggeschwindigkeit weggeschleudert würden. Zudem sei eine Maschine auf Langstreckenflüge ohnedies erhöhter Strahlung ausgesetzt.

Passagiere, die aus Japan ankommen, würden derzeit nicht untersucht. Hier liege die Entscheidung nicht bei Fraport, sondern beim hessischen Umweltministerium, sagte der Sprecher.

Am Münchner Flughafen war hingegen am Mittwoch bei einer Maschine der japanischen All Nippon Airways aus Tokio eine leicht erhöhte Strahlung an der Außenhaut festgestellt worden, wie der Flughafen München mitteilte. Da es bei anschließenden Messungen in der Kabine und im Frachtraum allerdings keine Auffälligkeiten gegeben habe, wurde die Maschine für den Rückflug nach Tokio wieder freigegeben.

Das Bundesamt für Strahlenschutz teilte auf seiner Homepage mit, dass eine Gefährdung der Bevölkerung in Deutschland durch nach Deutschland einreisende Personen aus Japan nicht bestehe. „Eventuell in den Körper aufgenommene Radioaktivität kann keine negativen Auswirkungen auf andere Personen haben.“

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Alle Flugzeuge sind mit Höhenstrahlung verseucht und damit gering radioaktiv.

    Das wird ein noch größeres Problem, wenn Composites anstatt Alu für den Bau der äußeren Hülle verwendet wird.

    Dann kann man anstatt, um die Welt zu fliegen auch 4 Wochen in Tschernobyl Urlaub machen.

    Oder den Bleianzug für den nächsten Langstreckenflug klarmachen.

    Aber man steigt ja freiwillig in das Flugzeug ein, weil man sich mehr vom Flugziel als vom möglichen Krebs durch Höhenstrahlung verspricht.

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