Nach Rettungsmission
Klimaskeptiker verspotten Antarktis-Forscher

Die Passagiere des russischen Schiffs „Akademik Shokalskiy“ sind aus dem Antarktis-Eis evakuiert worden. Jetzt kämpfen Wissenschaftler darum, Klimaskeptikern die Gründe für die gescheiterte Mission zu erklären.
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CanberraSie sind gerettet – doch auf die Heimreise müssen die ehemaligen Passagiere des vom Antarktis-Eis eingeschlossenen russischen Schiffs „Akademik Shokalskiy“ noch warten. Wie der AMSA-Rettungsdienst in der australischen Hauptstadt Canberra am Freitag mitteilte, befinden sich die Expeditionsteilnehmer auf dem Eisbrecher „Aurora Australis“.

Da dieser erst noch die australische Anarktis-Forschungsstation Casey mit Material und Nahrungsmitteln versorgen muss, würden die Touristen wohl erst Mitte Januar auf der Insel Tasmanien ankommen, statt wie geplant am 6. Februar in Neuseeland. Die noch an Bord befindlichen 22 Crewmitglieder der „Akademik Shokalskiy“ müssen wohl noch länger warten, bis das Packeis das festsitzende Forschungsschiff wieder frei gibt.

Die Teilnehmer und Leiter der Antarktisexpedition sind seit Donnerstag zwar auf dem langsamen Weg nach Hause, der Spott über ihre gescheiterte Reise dürfte sie aber schon vorher erreichen. Es sei ironisch, dass eine Expedition im Eis stecken bleibe, „die zum Ziel hatte, Beweise die Erwärmung der Erdoberfläche zu finden“, höhnten Klimawandelskeptiker auf australischen Webseiten. Kommentatoren wie die bekannte Kritikerin Judith Curry meinten, die Expedition, bei der Touristen zugelassen worden seien, sei eine „Publik-Relations-Aktion“ gewesen um die Idee des Klimawandels zu propagieren.

Die zum Konzern des konservativen Medienmoguln Rupert Murdoch gehörende Tageszeitung „The Australian“ polemisierte gegen Expeditionsleiter Chris Turney. Der Wissenschaftler ist Klimaforscher und wollte auf der Reise unter anderem durch Klimawandel verursachte Eisveränderungen dokumentieren.  Turney müsse eingestehen, „dass die Mission peinlich gescheitert ist“, weil sie gezeigt habe, „wie inexakt Klimawissenschaften sind“, so das Blatt.

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