Nachhaltiges Wirtschaften
Die neuen Rohstoff-Strategien

Die Konsumgüterbranche setzt stärker auf nachwachsende Rohstoffe. Bislang bleiben viele Unternehmen jedoch den Nachweis schuldig, dass Urwälder nicht zerstört und Ackerflächen nicht überlastet werden.
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BerlinDie Libyenkrise beschleunigt das Umdenken in den Chefetagen. Verstärkt streben Unternehmen danach, ihre Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern. Als Vorbild dienen Konzerne, die ihre Rohstoffstrategie bereits neu ausgerichtet haben. Vor allem Konsumgüterhersteller geben sich konsequent.

Einer der Vorreiter ist Sony. Der Anbieter von Unterhaltungselektronik will den auf Öl basierenden Plastikanteil in Produkten rasch senken - das Ziel ist Teil der neuen Firmenstrategie "Road to Zero", die verbindliche Umweltziele setzt. So sollen sich die CO2-Emissionen bis 2050 auf null verringern.

Auch Dupont rüstet sich für den Ölausstieg: Im Januar machte der Chemiegigant für den dänischen Biotechkonzern Danisco ein Kaufangebot über 6,3 Milliarden Dollar. Der Enzymeprofi soll helfen, statt Öl pflanzliche Rohstoffe zur Herstellung chemischer Produkte zu nutzen.

Ambitioniert zeigt sich Procter & Gamble (P&G): Der weltgrößte Verbrauchsgüterkonzern will Produkte sowie Verpackungen nur noch aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen herstellen. Eine mutige Ankündigung, denn das erfordert jahrzehntelange Anstrengungen.

Täglich duschen Millionen Verbraucher mit Pantene, wickeln ihre Kinder mit Pampers oder waschen mit Ariel. Das belastet Abwässer und lässt den Müllberg wachsen. Doch damit soll Schluss sein. Das Unternehmen habe die Verantwortung, "eine Kraft für das Gute in der Welt zu sein", sagt CEO Bob McDonald.

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