Nachhaltigkeit
Europäische Konzerne erhöhen den Druck auf ihre Zulieferer

Unternehmen erkennen zunehmend die positive Wirkung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette: Nicht nur das Image verbessert sich, auch die Rendite steigt.
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BerlinDie europäische Wirtschaft setzt zunehmend auf nachhaltige Wertschöpfungsketten. Zu diesem Ergebnis kommt der "Supply Chain Monitor", den die Management- und Technologieberatung Bearingpoint heute veröffentlichen wird - die Studie liegt dem Handelsblatt bereits vor.

Nachhaltiges Handeln sei ein ökonomischer Erfolgsfaktor, sagen danach 70 Prozent der 600 europäischen, quer durch alle Branchen befragten Unternehmen. Mehr als die Hälfte erwartet messbare Gewinne. Fast jedes zweite Unternehmen berichtet, in weniger als drei Jahren eine Investitionsrendite erzielt zu haben.

Die Antworten markieren einen Wendepunkt: Vor drei Jahren lösten vorwiegend gesetzliche Regulierungen verantwortungsvolle Beschaffungsaktivitäten aus. Heute sind die Motive der Geschäftsführungen dagegen die Verbesserung des Markenimages sowie ökonomische Vorteile.

Die Firmen arbeiten etwa mit Zuliefern zusammen, deren umweltschonende Prozesse oder Produkte zertifiziert sind. Unternehmen im deutschsprachigen Raum engagieren sich aber wesentlich weniger für nachhaltige Lieferketten als die Konkurrenz in Skandinavien, Frankreich und Benelux sowie dem angelsächsischen Raum.

Gut ein Drittel beziehe direkte Zulieferer in Nachhaltigkeitsanstrengungen ein, ergab auch eine gemeinsame Umfrage des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und der Strategieberatung Roland Berger im November unter weltweit 250 Entscheidern. Die Integration mehrerer Lieferstufen jedoch steht danach noch aus. Zudem hat zwar jedes zweite Unternehmen Nachhaltigkeit in seinen Zielen verankert - aber nur jedes vierte hat daraus eine konkrete Einkaufspolitik abgeleitet.

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