Nachweis von Schadstoffen
Bakterien als Umweltwächter

Mit einem gentechnischen Verfahren haben Wissenschaftler Bakterien zu effektiven Umweltwächtern umgebaut. Mit den modifizierten Mikroben lassen sich selbst kleinste Mengen schädlicher Substanzen in Gewässern nachweisen.

Genetisch veränderte Bakterien können ausgelaufenes Öl oder auch andere wasserlösliche Umweltverschmutzungen anzeigen. Die auslaufenden Schadstoffe regen die modifizierten Mikroben dabei zum Leuchten an. Die Effektivität der neuen Umweltschutz-Technologie konnte Jan Van der Meer von der Université de Lausanne zusammen mit Kollegen bereits in Feldversuchen im Ozean belegen.

Die Forscher schleusten in das Erbgut als Sensor ein Gen ein, mit dem das Bakterium sensibel für bestimmte chemische Stoffe wird. Daran koppelten sie ein weiteres Gen, das für ein "Reporter-Protein" kodiert. Wird dieses aktiv, leuchtet der Mikroorganismus blau auf. Die Bakterien reagieren sehr spezifisch und können bereits kleinste Mengen Öl detektieren, die zum Beispiel aus unterirdischen Pipelines unbemerkt auslaufen.

Die verwendeten Bakterien sind laut den Forschern nicht krankheitserregend und würden sich zudem außerhalb der kontrollierten Laborumgebung kaum vermehren können. Im Gegensatz zu bisher verwendeten chemischen Systemen, um Umweltverschmutzungen nachzuweisen, seien die Bakterien "portabel, ungiftig und einfach herzustellen", betont Van der Meer.

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