Nasa-Forschung
Klimwandel erwärmt Seen

Einer Studie der US-Raumfahrtbehörde zufolge wirkt sich der Klimawandel auch auf Seen aus. Die Ergebnisse decken sich mit den Erwartungen von Klimaforschern. Schon kleine Temperaturunterschiede können starkes Algenwachstum nach sich ziehen.
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HB WASHINGTON. Der Klimawandel geht nach einer Studie der US-Raumfahrtbehörde Nasa auch an den Seen rund um den Globus nicht spurlos vorbei. In den vergangenen 25 Jahren sei die Wassertemperatur der über 160 größten Binnengewässer gestiegen, wie aus der am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Untersuchung hervorgeht.

"Die Ergebnisse stimmen mit den durch die Klimaerwärmung erwarteten Veränderungen überein", schreiben die Forscher. Es sei die erste umfassende Studie zur Temperaturentwicklung in großen Seen. In jedem Jahrzehnt sei die Temperatur im Durchschnitt um 0,45 Grad Celsius gestiegen, in manchen Seen sogar um ein Grad.

Die stärkste Erwärmung habe es in den Binnengewässern Nordeuropas gegeben, gefolgt von Sibirien, der Mongolei, Nord-China und Südost- Europa rund um das Schwarze Meer, heißt es in dem Bericht.

Schon kleine Veränderungen der Temperatur könnten zu verstärktem Algenwachstum führen, merken die Forscher Philipp Schneider und Simon Hook an. Dies könne den Lebensraum von Fischen zerstören oder dazu führen, dass sich bislang fremde Arten ausbreiten, was wiederum das natürliche Ökosystem der Seen verändere.

Für die Untersuchung werteten die Forscher Satellitendaten aus. Es wurden nur Gewässer von mindestens 500 Quadratkilometern in Betracht gezogen, um den Einfluss der Landtemperatur zu vermeiden.

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