Neue Schwerpunkte
Rückenwind für erneuerbare Energie

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will bei der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien neue Schwerpunkte setzen. Künftig stehen Windräder auf hoher See im Mittelpunkt. Abstriche soll es dagegen bei der Photovoltaik geben. Grundlage für die Neujustierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist ein Erfahrungsbericht, den Gabriel am Donnerstag vorstellte.

BERLIN. Die erneuerbaren Energien spielen bei den Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung eine zentrale Rolle. Ihr Anteil an der Stromerzeugung soll laut Koalitionsvereinbarung bis 2020 auf 20 Prozent steigen. In seiner Regierungserklärung im April erhöhte Gabriel diesen Wert sogar auf 27 Prozent. Jüngsten Berechnungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zufolge liegt der Anteil der Erneuerbaren derzeit bei 13,3 Prozent. Das EEG garantiert Ökostrom-Produzenten Vergütungen, die zum Teil deutlich über den Marktpreisen liegen.

Besondere Hoffnung setzt Gabriel in die Stromerzeugung auf hoher See. „Wir brauchen den Durchbruch bei der Nutzung der Offshore-Windenergie“, sagte Gabriel. Daher werde die Anfangsförderung für diese Form der Windenergienutzung höher als bislang geplant ausfallen und die Degression der Förderung später beginnen.

Die Offshore-Windenergienutzung ist bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Es gibt lediglich einen Windpark, an dem konkret gearbeitet wird: Vattenfall, Eon und EWE wollen im Spätsommer des kommenden Jahres die ersten Räder ihres Testfeldes in der Nähe von Borkum ans Stromnetz anschließen, die gesamte Anlage soll im Sommer 2009 fertig sein. Eine ganze Reihe weiterer Vorhaben in Nord- und Ostsee befindet sich im Projektstadium. In der Branche heißt es, bis zur Realisierung sei es noch ein weiter weg.

Gabriel will der Branche nun die Entscheidung leicht machen: Für Offshore-Anlagen, die bis 2013 in Betrieb gehen, soll die Vergütung je Kilowattstunde – je nach Standort – elf bis 14 Cent betragen. Die Vergütung fällt damit höher aus und wird länger gezahlt: Bislang waren neun Cent für Offshore-Anlagen geplant, die spätestens 2008 in Betrieb gehen.

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