Neue Technik für den Waldschutz

Mit der Drohne durch den Wald

Forstwissenschaftler bringen neue Technik in den Wald. Mit Kamera-Drohnen und Laserscannern begutachten sie Bäume und Böden aus der Luft. Der Wald ist im Wandel: Erderwärmung und Schädlinge setzen ihm zu.
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Forstwissenschaftler überwachen die Wälder immer häufiger aus der Luft. Quelle: dpa
Drohnen im Wald

Forstwissenschaftler überwachen die Wälder immer häufiger aus der Luft.

(Foto: dpa)

FreiburgVor lauter Bäumen sehen Wissenschaftler und Förster manchmal den Wald nicht. „Unsere Technik, den Wald zu beobachten, hinkt dem Tempo, mit dem sich Wald verändert, hinterher“, sagt der Freiburger Forstwissenschaftler Ulrich Kohnle.

Der Wandel soll darum verstärkt aus der Luft erfasst werden: Drohnen und Flugzeuge liefern Bilder, die über spezielle Programme ausgewertet werden. Die Technik wird unter anderem in Freiburg erprobt. Der Bedarf ist da: Der Wald steht unter vielfältigem Druck.

Bis zum Wochenende tagt in Freiburg ein Fachkongress mit mehr als 2000 Wissenschaftlern. Der Wald im digitalen Zeitalter ist das Thema. Es gebe Handlungsbedarf, sagt Aeikens. Der Klimawandel stresse den Wald.

Der Wald und das Klima
Herbstwald
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Für das Klima, den globalen Wasserkreislauf und die Artenvielfalt sind Wälder von elementarer Bedeutung. Doch weltweit schrumpft der Baumbestand, alle vier Sekunden verschwindet ein Fußballfeld-großes Stück Wald. Hier ein paar interessante Fakten zum Thema Wald.

Buchenwald im Herbst
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Wälder regulieren das Klima. Sie mildern Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme ab, produzieren Sauerstoff, reinigen Luft und Wasser.

Wichtiger Kohlenstoffspeicher
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Nach Zahlen der Umweltorganisation Greenpeace speichern Wälder fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs. Deshalb sind sie im Kampf gegen Emissionen des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) wichtig.

Elf Millionen Hektar Wald
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In Deutschland gibt es nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu mehr als elf Millionen Hektar Wald - das entspricht rund einem Drittel der Landesfläche.

Winterlicher Wald
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Auch wenn die Luft heute sauberer ist als noch vor 30 Jahren, leidet ein Großteil der hiesigen Laub- und Nadelbäume noch immer unter den Folgen von Umweltverschmutzung

Artenreicher Lebensraum
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Urwälder - also ursprüngliche, natürlich gewachsene Wälder - beherbergen rund 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten.

Abgeholzter Regenwald
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Um Siedlungen und Straßen anzulegen, Schiffe und Häuser zu bauen, hat die Menschheit den Großteil der Urwälder im Laufe der Jahrtausende vernichtet.

Kohnle, Förster und promovierter Forstwissenschaftler, kennt das aus der Praxis: „Der Wald wandelt sich schneller und stärker als früher“. Um darauf reagieren zu können, würden neue Technologien genutzt, sagt der Abteilungsleiter Waldwachstum bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg.

Mit einer Drohne sind Kohnle und seine Kollegen über dem Wald unterwegs. Sie liefert Luftaufnahmen, Videos und Laserscans – und damit wichtige Informationen. Zum Beispiel lässt sich erfassen, welche Schäden Borkenkäfer angerichtet haben oder welche Bäume absterben.

Neue Herausforderungen für den Wald
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