Neues Offshore-Projekt
Windkraft für eine Million Menschen

Der laut Betreiber Wetfeet größte deutsche Windpark in der Nordsee nimmt Gestalt an. In der Deutschen Bucht, 110 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven, soll das Offshore-Projekt „Global Tech I“ mit 80 Windrädern künftig Strom für eine Million Menschen liefern.
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KÖLN. Das Konsortium, zu dem unter anderem die Versorger Stadtwerke München und Heag Südhessische Energie sowie die Wetfeet-Mutter Windreich gehören, wartet mit einer Reihe technischer Neuerungen auf.

So setzt der Baukonzern Strabag erstmals ein Schwerkraft-Fundament mit einem Gewicht von über 5000 Tonnen ein, das in Cuxhaven gefertigt wird. Montiert werden die Windräder des Herstellers Areva Multibrid zudem samt Fundament komplett an Land, ein neu entwickeltes Transportschiff bringt sie zum Standort im Meer.

2012 sollen die Anlagen laut der im baden-württembergischen Wolfschlugen ansässigen Wetfeet mit einer Gesamtleitung von 400 Megawatt ans Netz gehen. Das Projekt schaffe bei einem Investitionsvolumen von 1,5 Mrd. Euro über 1000 Arbeitsplätze.

Branchenvertreter begrüßen die Initiative: „Es ist gut, dass nicht nur die großen Energiekonzerne Offshore-Projekte realisieren“, sagt Ulf Gerder, Sprecher des Bundesverbands Windenergie. „Wenn große Versorger die Führung nicht allein übernehmen, lassen sich Projekte schneller umsetzen, weil es keine internen Interessenkonflikte mit der Energieerzeugung in Kohle- und Atomkraftwerken gibt.“ Die Beteiligung von Stadtwerken sorge zudem für mehr Wettbewerb bei Bauvorhaben auf hoher See.

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  • WiNDKRAFT FÜR 1 MiLLiON MENSCHEN ?
    "Strom für eine Million Menschen liefern" ist eine indoktrinierende und verdummede Propagandameldung.
    begründung: Auch Offshore Mühlen können alleine keinen einzigen Menschen zuverlässig versorgen.
    80 Mühlen a 5MW haben eine Maximalleistung von 400 MW, die sie an einigen Stunden im Jahr auch liefern aber ansonsten beliebig zwischen 400 MW und 0 (Null)MW schwanken. Darum müssen landseitig Sklaven
    in etwa gleicher Leistung immer parallel zu den Mühlen bereitgehalten werden. Sklaven desshalb, weil die Mühlen ca. 30-40% der Arbeit machen und die Sklaven 60-70 % schuften müssen.
    Wer kann Sklave sein? 1. Während der Gesamtlebens -dauer der Mühlen kann man vorhandene ATOM-KW länger laufen lassen und neue Hochspannungsleitungen zwischen Mühlen und ATOM-KW bauen. Ein 1000MW ATOM-KW kann dazu mit einem Leistungsgradienten von 5%/min komplementär zur Mühlenleistung zwischen 100% und ca. 45% "im Takt der Mühlen" gefahren werden. Nicht ideal, aber möglich.
    2. Man baut ein neues GAS-KW mit 400 MW Leistung. Das kostet ca. 320 000 000 €.
    3. Man baut Speicher (noch wenig Erfahrung) die ca 1Mrd € kosten dürften und z.Zt. weniger als 50% Wirkungsgrad haben.

    Das schöne für die Windmüller:Das Sklaveninvestment
    -zuzüglich der nötigen Leitungen - zahlt nach dem EEG Oma aus ihrer kleinen Rente per monatlicher Stromrechnung -und jeder von uns natürlich auch.
    Logisch: Doppelinvestment und Doppelbetrieb bringen mindestens die doppelten Stromkosten.

    Hat da noch jemand Fragen zur volkswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands? Zu den Arbeitsplätzen? Zum sozialen Frieden in 5-10 Jahren?

    Falls Sie verstehen, warum dennoch a l l e Parteien dafür votieren, bitte ich via googlen um die erleuchtende Antwort:

    DiPL iNG THEObALD

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