Nordsee
Offshore-Windpark liefert keinen Strom

Hundert Kilometer vor der Nordsee-Küste Borkums stehen 80 Windräder und sollen eigentlich Strom liefern. Doch das klappt bislang nicht – und auch die Suche nach den Gründen kommt nicht richtig voran.
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EmdenDie Gründe für den Ausfall des Nordsee-Windparks Bard 1 nördlich von Borkum sind weiter unklar. Der erst im vergangenen August eröffnete Hochsee-Windpark kann bis auf weiteres keinen Strom liefern. Ein Sprecher des Netzbetreibers Tennet sagte dazu am Montag: „Ein für vergangene Woche vorgesehener Test, der für die Ursachenforschung wichtig ist, musste aus technischen Gründen abgesagt werden.“

Wie der NDR berichtet, produziere der Park „schmutzigen Strom“, sagte eine Tennet-Sprecherin Tennet dem Sender. Der produzierte Strom habe eine falsche Frequenz und weise nicht die notwendig Qualität vor, um ins Netz eingespeist werden zu können.

Tennet will zudem so schnell wie möglich klären, weshalb es im März zu einem Feuer im Kondensatorenblock kam, der zum vorläufigen Ausfall der Anlage führte. Ein Sprecher des Schweizer Unternehmens ABB, das den Netzanschluss konstruiert hatte, sagte, seine Firma treffe keine Schuld für den Brand. Wann die Anlage wieder Strom liefern kann, konnte der Windpark-Betreiber Ocean Breeze Energy nicht beantworten.

Laut einem Bericht des „Spiegel“ kam es zu Jahresanfang immer wieder zu technischen Problemen mit der Übertragungsstation, die den auf hoher See erzeugten Strom zum Land weiterleitet. Ende März sei es dann zu einem Schwelbrand und dadurch zum vorläufigen Ausfall der Anlage gekommen. Die für Juni geplante Wiederinbetriebnahme musste demnach verschoben werden.

Bard 1, nördlich von Borkum gelegen, war als erster kommerzieller Windpark in der deutschen Nordsee in Betrieb gegangen. Dort stehen insgesamt 80 Windräder mit jeweils fünf Megawatt Leistung. Probleme hatte es auch bei später fertiggestellten Offshore-Windparks gegeben: So konnte der Park „Riffgat“ erst mit Verzögerung ans Netz angeschlossen werden, der Trianel Windpark Borkum ist noch nicht an das Stromnetz angebunden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Nordsee: Offshore-Windpark liefert keinen Strom"

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  • @ Buntspecht

    Zitat : Das mit Dem Kopp verlag gibt einem Den Rest. Sie sind ein Spinner und Ignorant

    - gut, das wir jetzt was haben, das Ihnen den Rest gibt !

    Damit hat der Kopp-Verlag seine Daseinsberechtigung mehr als untermauert !

    Denn kleine, dämliche Fracking-Lobbyisten wie Sie, sollten sich über Sachen, von denen sie keinen blassen Schimmer haben, nicht auslassen !

    Genießen Sie besser die bunte Papageienwelt in Colorado und freuen Sie sich, dass Sie noch nicht weg gefrackt sind !

  • @ Europaeer

    Zitat : Ich weiß nicht, was in dem link steht, aber der kopp-verlag ist das anerkannte "Hauptquatier der deutschen Spinner"

    - diese Anerkennung ist wohl von den Europäischen Oberspinnern erfolgt, wie Sie einer Sind !

  • Und: das deutsche Energiewendeproblem ist gelöst. Wir bekommen demnächst Atomstrom aus Russland:

    http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article129387616/Russen-bieten-Deutschland-Atomstrom-an.html

    :-D :-D

    Alles kommt eben, wie es kommen muss. Windräder und Atomstrom aus Frankreich, Tschechien und Russland. Hauptsache die Deutschen können ihren Ökotraum weiter träumen . Ich brech ab.

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