Nordsee-Plattform: Expertenteam untersucht Gas-Leck auf Förderplattform

Nordsee-Plattform
Expertenteam untersucht Gas-Leck auf Förderplattform

Zum ersten Mal seit Beginn des Vorfalls haben sich Experten vor Ort ein Bild über das Gas-Leck an der Plattform „Elgin“ gemacht. Per Hubschrauber reiste das Team an und sammelten Informationen zur Lösung des Problems.
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London/ParisIm Kampf gegen ausströmendes Gas auf der Förderplattform „Elgin“ in der Nordsee haben sich Experten vor Ort ein Bild der Lage gemacht. Das achtköpfige Team sei vier Stunden auf der Plattform gewesen und habe Informationen für die geplante Sicherungsaktion gesammelt, teilte Total am Donnerstag mit.

Dabei seien alle Ziele erreicht worden. Unter anderem wurde ausgelotet, welche Technik nötig ist, um die Quelle wieder unter Kontrolle zu bringen. Im Gespräch ist etwa, einen Entlastungsschacht zu bohren. Die Havarie kostet das Unternehmen nach eigenen Angaben jeden Tag 2,5 Millionen Dollar.

Aus der undichten Stelle, die Total etwa 25 Meter über der Wasseroberfläche lokalisiert hat, strömen seit dem 25. März täglich 200.000 Kubikmeter Gas aus. Die Plattform war an diesem Tag evakuiert worden, die Arbeiter mussten wegen der drohenden Explosionsgefahr per Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden.

Zuvor war nicht klar gewesen, ob das Expertenteam tatsächlich auf der Plattform landen konnte. Man habe aber alle Risiken überprüft und abgewogen und die Spezialisten schließlich abgesetzt. Unter anderem fanden diese heraus, welche Teile der Plattform sicher betreten werden können, hieß es. Auf der Anlage herrscht weiter Explosionsgefahr, wenn das austretende Gas eine Wolke bildet.

Von Ingenieuren kam unterdessen Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen auf Öl- und Gasplattformen in der Nordsee. Der Rückstand bei Sicherheitsüberprüfungen sei besorgniserregend, hieß es in Branchenkreisen. Dies betreffe etwa Ventile oder Pipelines. Einige Plattformen aus den 60er und 70er Jahren hätten ihre Lebensdauer längst überschritten und fielen auseinander.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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