Nordsee-Plattform
Gasleck kostet Total fast zwei Millionen Euro pro Tag

Total will seine Plattform trotz Gasleck in der Nordsee zurückgewinnen. Ein Expertenteam soll den Schaden vor Ort untersuchen. Um das Leck zu stopfen wurden Spezialschiffe und Ausrüstung geordert. Das ist teuer.
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LondonDie leckgeschlagenen Nordsee-Plattform „Elgin“ kostet den Betreiber Total 2,5 Millionen Dollar pro Tag (1,9 Millionen Euro). Finanzchef Patrick de la Chevardiere sagte am Montag während einer Konferenzschaltung mit Analysten, die Summe setze sich zusammen aus 1,5 Millionen Dollar an entgangenem Gewinn und einer weiteren Million Dollar, um die Situation auf der Gasplattform zu bewältigen. Es sei noch zu früh, um die Gesamtkosten zu schätzen, sagte er.

Seit etwas mehr als einer Woche tritt auf der Plattform vor Schottland giftiges und explosives Gas aus. Der Konzern will das Gasleck zunächst vorübergehend mit Bohrschlamm verstopfen und gleichzeitig mit zwei Entlastungsbohrungen dauerhaft entschärfen. Das könnte Experten zufolge sechs Monate in Anspruch nehmen und Milliarden kosten.

Um die Kontrolle über die Förderplattform zurück zu gewinnen, soll ein Expertenteam dorthin entsandt werden. Fachleute von Total und von der Fachfirma Wild Well Control, die auch im Kampf gegen das Ölleck an der explodierten US-Plattform „Deepwater Horizon“ im Einsatz war, sollen in den nächsten Tagen auf die Plattform gebracht werden, sagte ein Total-Sprecherin am Montag in Aberdeen. Es fehle jedoch noch grünes Licht von den britischen Sicherheitsbehörden.

Es wären die ersten Menschen, die die Plattform betreten, seit sie am Sonntag vor einer Woche evakuiert worden war. 238 Arbeiter wurden mit Hubschraubern in Sicherheit geflogen. Seitdem herrscht dort wegen des austretenden Gases Explosionsgefahr. Das Erlöschen einer Flamme, mit der überschüssiges Gas aus den Rohrleitungen der Plattform abgefackelt wurde, hat die Gefahr nach Einschätzung von Experten nur geringfügig verkleinert.

Total stehe in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden und diskutiere mit ihnen, unter welchen Umständen die Arbeit auf der Förderplattform für die Betroffenen sicher stattfinden könne. Ob die Experten bereits mit der Abdichtung des Lecks beginnen können, oder sich erst ein Überblick verschaffen, sei noch nicht klar.

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