Plastikabfall

Kläranlagen versagen bei Mikroplastik

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Eine umweltfreundliche Alternative wäre Biowachs
Wie Boyan Slat die Meere retten will
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In seinem Kinderzimmer soll Slat „The Ocean Cleanup“ (TOC) entwickelt haben. Hinter ihm sieht man die Skizze des Modells.

Quelle: The Ocean Cleanup

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So soll das Zentrum des TOC-Projekts aussehen. Ein Turm, an dem alle Daten zusammen kommen. Rechts und links davon gehen die Schläuche rund 50 Meter über die Meeresoberfläche.

Quelle: The Ocean Cleanup

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Der Blick von oben. Mit dieser Computergrafik kann man sich vorstellen, wie Slats Modell aussehen kann. Ob es in der Realität die Erwartungen erfüllt, bleibt abzuwarten.

Quelle: The Ocean Cleanup

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Da die Behälter direkt über dem größten Meeresstrudel der Welt liegen, soll der Müll laut Slat aus allen Himmelsrichtungen an dieser Stelle zusammen kommen. Und abgefangen werden.

Quelle: The Ocean Cleanup

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Ein erster Versuch: Wie in der Zeitleiste erklärt, machen Boyan Slat und sein Team mehrere Forschungsreisen. Hier testen sie das Projekt an einem kleinen Modell, direkt vor der Küste der Azoren.

Quelle: The Ocean Cleanup

Gerdts regte an, auch in Flüssen nach Mikroplastik zu suchen. Durch die bisherigen Arbeiten des AWI sei Mikroplastik auch im Meeressediment und -wasser nachgewiesen worden – „allerdings in geringen Mengen.“ Welche Auswirkungen dies auf Lebewesen habe, sei noch weitgehend unerforscht.

Nach einer Studie der englischen University of Exeter lösen aufgenommene Hart-PVC-Teilchen Entzündungsreaktionen bei Wattwürmern aus. Nach einer Schätzung von Hubert Keckeis von der Universität Wien finden sich in der Donau im Schnitt 317 Partikel je 1000 Kubikmeter Wasser.

OOWV-Bereichsleiter Andreas Körner verwies auf den Erfolg der Schlussfiltration im Oldenburger Klärwerk, forderte aber: „Der Eintrag von Mikropartikeln muss viel früher, schon bei der Herstellung von Produkten, vermieden werden.“ Ähnliche Forderungen erheben Umweltschutzverbände wie Greenpeace oder der BUND.

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) hat in diesem Sommer eine Alternative zu Mikroplastik präsentiert: Winzige Partikel aus Biowachs. Im Wasser sind diese im Gegensatz zu Kunststoffen relativ schnell biologisch abbaubar.

  • dpa
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1 Kommentare zu "Plastikabfall: Kläranlagen versagen bei Mikroplastik"

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  • Ein sehr guter Artikel zur Plastik-Problematik!

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