Politik und Klimawandel
„Visionär sind die Analysen nicht “

Ist die Politik strategiefähig genug, um den Klimawandel aufzuhalten und die Auswirkungen zu reduzieren? Matthias Machnig antwortet mit einem "Ja, aber." Ein Auszug aus seinem Beitrag für "Werte, Wissen, Wachstum".
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HAMBURG. Klima und Strategiefähigkeit? Moment, da war doch was: Im September 2009 kamen alle großen Länder, auch die USA, in Kopenhagen zusammen, um altes Denken und alte Strukturen aufzubrechen und den großen, wichtigen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel gemeinsam zu tun. Bekanntermaßen scheiterte der Gipfel grandios. Außer einer unverbindlichen Absichtserklärung und der bedauerlichen Demission des Chefs des UN-Klimasekretariats schlägt nichts Substanzielles zu Buche. Eine Nachfolge des Kyoto-Protokolls liegt in weiter Ferne.

Nicht nur angesichts des Scheiterns des Klimagipfels in Kopenhagen stellt sich ernsthaft die Frage, inwieweit Politik heute strategiefähig genug ist, um den Klimawandel aufzuhalten und die Auswirkungen zu reduzieren. Politik ist voll von Taktik, arm an Strategie. Strategie muss dem politischen Betrieb abgerungen werden, nie tendiert er von selbst dazu. So lautet das Urteil sowohl fachkundiger als auch interessierter Beobachter des politischen, ach ja, "Geschäfts". Politik als Entwickler und Träger einer Idee von Gesellschaft fernab des Primats der Ökonomie, das ist, bei allem Respekt vor dem eigenen Tun, ein weit entferntes Ziel. Politik muss einen realen Einfluss auf die Wünsche und Fantasien der Menschen nehmen, da sind wir uns alle einig.

Und natürlich müssen die Märkte entwaffnet werden. Außerdem brauchen wir einen Umbau unserer Wirtschaft hin zu einer wissensbasierten und ressourcenschonenden Ökonomie. Das ist logisch, gerade vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. "Im Schützengraben gibt es keine Atheisten", schreibt der US-Ökonom Nouriel Roubini in seinem aktuellen Buch. Damit spielt er auf eines an: Originell oder visionär sind die gegenwärtigen Analysen nicht. Originalität ist aber vielleicht auch nicht die notwendigste Eigenschaft, die Politik besitzen muss. Geschichte entsteht im Rückblick. Vielleicht trifft das auch für Politik zu, die, erst nachdem sie passiert ist und sich erwiesen hat, als "strategiefähig" bezeichnet werden kann. Ein gewisses Maß an Strategiefähigkeit kann man jedoch schon dann erreichen, wenn man sich an die Fakten hält und die richtigen Prioritäten setzt. Das wäre zumindest ein Anfang. Und ein machbarer dazu.

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  • Werte Redakteure!

    Ein schönes bild zeigt ihr da.
    Saubere Chemtrails zeigt der Himmel.
    Es ist bekannt, das Amerikaner und Russen mit dieser
    Technologie das Wetter manipulieren.
    Der EU-Rat hat schon 1999 diese Problematik behandelt.

  • Der menschengemachte Klimawandel funktioniert ja auch anderst: es werden Pestizide eingesetzt die verwehen und zur erwärmung weltweit beitragen, hergestellt durch die industrie. Überall schmilzt das Eis. bush dies erkannt und sofort gestoppt in USA, damals. bush hat auch nicht den Erdölabbau vor der eigenen Küste genehmigt, den Obama als Harvard Absolvent erlaubt hat.
    Hier fehlen grundsätzlich die Erkenntnisse der Naturwissenschaft, die die ökonnomen nicht bringen können. Sie haben es erst einmal nicht gelernt und es ist ein schwieriges Thema.
    Natürlich schmilzt das Eis auf den Hochgebirgen durch menschliche beeinflussung. Und das Eis erhöht den Grundwasserspiegel.
    Tsunami im indischen Ozaen angeblich ausgelöst durch ein beben. Doch voher stammt dieses beben?

  • Was lesen wir da? "Es gibt einen breiten wissenschaftlichen Konsens über die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung der absoluten Umweltkatastrophe." Das ist - mit Verlaub - ein Propagandamärchen der "Klimamafia". Tatsache ist, daß mittlerweile von den daran interessierten Staaten - darunter auch den USA - weltweit Zehntausende von Akademikern mit Professorentiteln geschmückt wurden und dafür bezahlt werden, die politisch gewollte Klimaangst mit wissenschaftlich klingenden Aussagen zu "untermauern". Tatsache ist aber auch, daß eine sehr große Zahl von Wissenschaftlern, darunter viele Theoretische Physiker und Meteorologen, die Story von der CO2-induzierten Erderwärmung für ein Märchen halten - eine politisch erwünschte und finanzierte Lüge zum Zwecke des betrugs an der eigenen bevölkerung. Von einem "Konsens" kann keine Rede sein, und viele der Wissenschaftler, mit denen ich zusammenarbeite, würden sich eher steinigen lassen, als mit den Scharlatanen der "postnormalen Wissenschaft" und der Klima-Wahrsagerei einen Konsenz einzugehen.

    Die physikalische Widerlegung des CO2-Märchens ist simpel. in unserer Studie "Rettung vor den Klimarettern" haben wir das dargelegt. Es wird Zeit, daß die bevölkerung sich artikuliert und diejenigen zur Verantwortung zieht, die mit der "Treibhausblödelei" bereits einen mehrstelligen Milliardenschaden verursacht haben.

    Klaus Ermecke
    KE Research
    Oberhaching

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