Rätselhaftes Walsterben
Tote Wale an Alaskas Stränden

Ein mysteriöses Walsterben beunruhigt die US-Behörden: Seit Mai verenden immer wieder Wale an Stränden im südlichen Alaska. Forscher sollen nun ergründen, was hinter dem dem Tod der Tiere steckt.
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KodiakMindestens 30 Wale sind seit Mai an Stränden im südlichen Alaska verendet. Jetzt hat die US-Meeresforschungsbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) eine groß angelegte Untersuchung eingeleitet.

„Fischerei-Experten der NOAA und ihre Partner sind sehr beunruhigt ob der großen Zahl an Walen, die im westlichen Golf von Alaska in den vergangenen Monaten gestrandet sind“, NOAA-Expertin Teri Rowles. Nach Angaben der Behörde sind rund dreimal so viele Wale gestorben wie im Durchschnitt.

Betroffen sind unterschiedliche Arten: So strandeten 11 Finnwale, 14 Buckelwale, ein Grauwal und vier weitere Tiere an den Küsten. Noch ist völlig unklar, warum die Wale stranden. Allerdings beschränkt sich das mysteriöse Walsterben nicht auf die US-Küsten.

Im März verirrten sich mehr als 20 Grindwale an der Küste im Westen Australiens, zwölf der Tiere starben. Auch hier war der genaue Grund unklar. Wenige Monate zuvor strandeten ebenfalls in Australien sieben Pottwale. Als mögliche Ursache wurde eine Störung der natürlichen Echoortung der Tiere durch Unterwasserlärm diskutiert. Auch hier blieb die genaue Ursache aber letztlich ungeklärt..

Auch im aktuellen Fall tappen die Forscher im Dunkeln. „Wir kennen die Gründe dafür noch nicht, aber unsere Untersuchung wird uns wichtige Informationen über die Gesundheit der Wale und des Ökosystems, in dem sie leben, geben“, sagte Rowles. Die Bevölkerung rief sie auf, alle Informationen über gestrandete Wale in der Gegend weiterzugeben.

Mit schnellen Ergebnisse der Untersuchung ist allerdings nicht zu rechnen. Bis Ergebnisse vorliegen, könnte es Rowles zufolge Monate oder sogar Jahre dauern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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