Reccource-City-Projekt
Næstved und das Ziel, ein Recyclingzentrum zu werden

Næstved hat das Ressource City-Projekt ins Leben gerufen - wo der Abfall des einen Unternehmens der Rohstoff des anderen ist. Ein schwedisches und ein deutsches Unternehmen sind dem Projekt bereits beigetreten.

Von außen sieht das Gebäude wie ein Bau aus den frühen Tagen der britischen industriellen Revolution aus. Aber im Inneren hat es eine der modernsten Anlagen zur Sortierung von Glas - das gar so weit fortgeschritten ist, dass der deutsche Besitzer uns nur ungern Fotos aus der Nähe davon machen lässt, aus Angst, dass dessen Wettbewerber die Geschäftsgeheimnisse dahinter herausfinden könnten.

Es gibt einen harten Wettbewerb zwischen Glas-Recycling-Unternehmen. Die Möglichkeit, Gewinn zu erzielen, hängt von der Leistungsfähigkeit und dem technologischen Niveau der Produktion ab, was Hand in Hand mit einer Prise Geschäftssinn geht.

„Moderne europäische Glasfabriken wurden neu gestaltet, um Altglas zu recyceln, und sie sind alle sehr zufrieden damit, denn dies ist viel billiger als neue Rohstoffe und man kann seine Energiekosten mit Altglas um 30 bis 40 Prozent drücken", so Kim Lykke, Abteilungsleiter bei Reiling Glas Recycling Danmark, welches Teil der deutschen Reiling Unternehmensgruppe ist.

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    „Das Ergebnis dessen ist ein umkämpfter Markt, um Altglas zum richtigen Preis zu erwerben. Man kann eine Menge Geld machen, wenn man Glas richtig sortiert", sagt er. Kim Lykke ist verantwortlich für den Verkauf von gebrauchtem Glas im Namen des Unternehmens und hat festgestellt, dass sich die Marktsituation dramatisch verändert hat. Es kostet viel mehr, Altglas zu erwerben. Auch Weinflaschen, die in ganz Dänemark in Altglascontainer geworfen werden, sind zu wertvollen Produkten geworden.

    Reiling hat beschlossen, sich in der Mitte von Næstved in einer alten Papierfabrik anzusiedeln, genauer gesagt in Maglemølle, das von den 1930er Jahren an bis zum Jahr 2012 betrieben wurde, als die letzten Demontagemaßnahmen stattfanden. Das Gebiet liegt in der Nähe des Hafens und des Næstved Canal und bietet direkten Zugang zur Ostsee und dem Großen Belt.

    Viele der Gebäude wurden als erhaltungswürdig eingestuft - aber einige von ihnen sind sehr abgenutzt. Es war eine Herausforderung, die Mittel zu finden, um die Gebäude beizubehalten, und als Folge dessen versuchen die lokalen Behörden gerade, neue Unternehmen dazu zu bewegen, sich hier niederzulassen.

    In dieser Frage ist Kim Lykke zufrieden. „Wir möchten der Gemeinde von Næstved unseren Lob aussprechen, weil sie so zuvorkommend, effizient und hilfsbereit waren, als wir an ihre Tür geklopft haben. Sie wollen ein Recycling-Mekka werden'', sagt er.

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