Rekordanmeldungen
Wechsel-Strom

Immer mehr Stromverbraucher kehren ihren Energieversorgern den Rücken oder wechseln in günstigere Tarifgruppen. Neue Anbieter sprechen von Rekorden bei den Anmeldezahlen. Die Politik hat den Wechsel standardisiert, um Kosten oder Versorgungsunterbrechungen für den Verbraucher auszuschalten.

BERLIN. „Wir schätzen, dass 40 bis 50 Prozent der Haushalte bis zur Jahresmitte gewechselt haben“, heißt es beim Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW). Damit haben die Endverbraucher den Strommarkt in den vergangenen Monaten erheblich in Bewegung gebracht: Bis zum Ende des vergangenen Jahres hatte die Zahl der Wechsler bei lediglich 31 Prozent gelegen. Gerechnet wird jeweils vom Beginn der Liberalisierung der Strommärkte im Jahre 1998 an.

Der Wechsel wird von der Politik ausdrücklich gewünscht. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat die Verbraucher in den vergangenen Monaten immer wieder aufgerufen, zum günstigsten Anbieter zu wechseln. Damit könnten die Kunden dazu beitragen, den Wettbewerb auf dem Strommarkt in Gang zu bringen und das Preisniveau zu drücken.

Damit der Anbieterwechsel kein Glücksspiel wird, hat die Politik die Wechselprozesse standardisiert. Die unterbrechungsfreie Stromversorgung ist garantiert, dem Stromverbraucher entstehen keine Kosten. „Die Bedingungen für einen Wechsel des Anbieters sind mittlerweile recht einfach“, heißt es beim Bundesverband Neuer Energieanbieter, der die Interessen von Newcomern im Energiebereich vertritt.

Bis zum Ende vergangenen Jahre waren die insgesamt knapp 40 Millionen Haushaltskunden eher vorsichtige Wechsler: Von dem knappen Drittel, das zwischen 1998 und Ende 2006 wechselte, entschieden sich nur sechs Prozent für einen neuen Anbieter; die restlichen 25 Prozent begnügten sich damit, bei ihrem Anbieter in eine günstigere Tarifgruppe zu wechseln.

Die Zeit der Vorsicht ist nun vorbei. Aktuelle Zahlen belegen das: „Der Juni 2007 war der beste Monat in unserer Firmengeschichte. Wir haben 20 000 Kunden dazugewonnen. Insgesamt waren es im ersten Halbjahr 60 000“, heißt es bei Lichtblick, einem Anbieter von Ökostrom. Das Unternehmen, das Ende 1999 den Geschäftsbetrieb mit ganzen acht Kunden aufnahm, versorgt mittlerweile 290 000 Haushalte. Auch „E wie einfach“, eine Tochter des Eon-Konzerns, die erst seit Februar 2007 um Kunden wirbt, gewinnt stetig hinzu: Rund 60 000 Kunden hat das Unternehmen, das eine „deutlich wachsende Wechselbereitschaft“ registriert.

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