Schottlands Energiewende: Windpark statt Edelresort

Schottlands Energiewende
Windpark statt Edelresort

2020 will Schottland seine ganze Energie aus Erneuerbaren beziehen. Offshore-Windkraftanlagen sind dabei wesentlicher Baustein. Gegen die Pläne für neue Windparks kann selbst ein Donald Trump nichts ausrichten.
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KölnDer Immobilienmogul Donald Trump hat in Schottland Großes vor: Für 750 Millionen Pfund entsteht bei Aberdeen ein Golfklub der Extraklasse, eingerahmt von einem exklusiven Fünf-Sterne-Hotel und teuren Nobelvillen. Eigentlich sollten in fünf Monaten die ersten Gäste den Schläger schwingen, doch nun kommt dem Projekt der Boom der Offshore-Windkraft in die Quere.

Keine drei Kilometer vor der Küste soll eine Windfarm entstehen: Elf Türme, jeweils doppelt so hoch wie der Big Ben, werden dann von den Sandstränden nahe dem Golfklub aus zu sehen sein.

Milliardär Trump hat nun kurzerhand den Bau des Edelresorts gestoppt - die Windmühlen verschandeln seiner Ansicht nach die Aussicht. Doch seine Einwände gegen das Offshore-Projekt haben wenig Aussicht auf Erfolg. Denn Schottland strebt nicht nur die politische Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich an, sondern auch die wirtschaftliche.

Die Marktführerschaft bei Offshore-Windkraftanlagen ist dabei ein wesentlicher Baustein. Schottland will im Jahr 2020 seine ganze Energie aus Erneuerbaren beziehen, und die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Nur Dänemark hat in Europa ähnlich günstige Windverhältnisse.

Kommentare zu " Schottlands Energiewende: Windpark statt Edelresort"

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  • Die Reduzierung auf die Ebene von „bösen Windmühlen“ zeigt vor allem die einseitige Sichtweise. In der Tat wird unsere Energieversorgung niemals alleine mit nur einer Erzeugungsart möglich sein. Weder war dies in der Vergangenheit mit wenig „Erneuerbaren“ so noch wird dies in Zukunft mit viel „Erneuerbaren“ so sein. Der Umbau von einer hoch bezuschusste Kohle- und Atomstromtechnologie hin zu einer verbraucherfreundlichen preiswerten Energieversorgung hat heute schon ganz viele Gesichter. Dazu gehört auch der „intelligente Energieverbrauch“ wie das Projekt "Modellstadt Mannheim" - kurz moma – zeigt. Kosteneinsparung der daran Teilnehmenden ca. 15% durch die Anwendung von Intelligenz.
    Wesentlich ist auch die privaten Gelder von den Bankkonten zurück ins Wirtschaftsleben zu holen. Dies in Form von Eigeninvestitionen oder Beteiligungen an Genossenschaften, Bürgerenergieanlagen etc..
    Energie muss zunehmend in den Verbraucherländern selbst und demokratisch also zum Nutzen aller hergestellt werden. Dies trägt auch zur friedlichen Koexistenz bei und wer will schon z.B. die „demokratische Interpretationen“ von Putin und anderen unterstützen.
    Auf der vom Bundesumweltministerium unterstützten Internetseiten http://www.kommunal-erneuerbar.de finden sich reichlich Beispiele für Kommunale Wertschöpfungseffekte, Steuereinnahmen, Einkommen aus Beschäftigung, Klimaschutzeffekte (vermiedene Treibhausgase),
    Beschäftigungseffekte (Vollzeitarbeitsplätze). Wenn die Windmühlen Schottland so stärken wie der Bericht aufzeigt, ist dies eine gute Entscheidung. Das dies nicht ausschließlich und abschließend ist, dürfte jedem klar sein, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzt.
    Grundsätzlich gilt die Negation des Energieerhaltungssatzes: „Von nichts kommt nichts“!

  • Wie pervers,

    dass sich 1 Mensch
    für ~ 1 Mrd einen Golfclub dahin setzen könnte wohin er will.

  • die Schotten sind eben die besseren Europäer. Denn sie zeigen sich verantwortlich der Umwelt gegenüber. Sie wissen, dass man auf Dauer Geld nicht fressen kann.

    Sie werden nie zur CITY passen, denn dort ist nur Piraten Platz

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