Solar Impulse 2
Solarflieger muss in die Werkstatt

Erst zwang schlechtes Wetter den Solarflieger Solar Impulse 2 zu einem unplanmäßigen Zwischenstopp in Japan, jetzt verlängert sich der Zwangsaufenthalt um mindesten eine Woche: Das Flugzeug wurde am Boden beschädigt.
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NagoyaNeues Ungemach für die Solar Impulse 2: Stürmischer Wind hat den Ökostromflieger auf Weltreise bei seinem ungeplanten Zwischenstopp in Japan am Boden beschädigt. Die Reparatur des Flügels werde wohl mindestens eine Woche dauern, teilte Pilot Bertrand Piccard am Donnerstag mit. Zunächst müssten dafür die Ersatzteile aus der Schweiz beschafft werden.

Das nur mit Sonnenstrom angetriebene Flugzeug war am 9. März in Abu Dhabi zu seiner Weltumrundung gestartet und hat bereits Stationen im Oman, in Indien, Myanmar und China hinter sich. Einen auf sechs Tage angelegten Flug von China nach Hawaii musste das Team aber am Montag nach wenigen Stunden wegen schlechten Wetters abbrechen und im japanischen Nagoya zwischenlanden.

Dort wurde der mit Sonnenkollektoren besetzte Flügel abgedeckt, um ihn vor Regen und Sonne zu schützen. „Es gab so viel Wind und Böen, dass die Abdeckung auf dem Flügel flatterte und ein Querruder an der hinteren Kante beschädigte“, sagte Piccard in einem Video auf der Webseite der Expedition. Inzwischen sei das Flugzeug zum Schutz in einem aufblasbaren Hangar untergebracht.

Das einsitzige Karbonfaser-Flugzeug mit den riesigen Flügeln und einem nur 3,8 Kubikmeter kleinen Cockpit wird ausschließlich von Sonnenenergie angetrieben. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln liefern die Energie für die vier Elektromotoren. Insgesamt ist die Reise um den Globus, die die Nutzung von erneuerbaren Energien voranbringen soll, auf fünf Monate angelegt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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