Solar Impulse Solarflugzeug gelingt Flug um die Welt

Nur mit Solarkraft einmal um die Welt: Mit diesem Ziel hob die Solar Impulse 2 vor über einem Jahr ab. Zwischenzeitlich schien die Mission vor dem Scheitern, doch nun hat der Schweizer Ökoflieger sein Ziel erreicht.

Solar-Flugzeug gelingt historische Weltumrundung

Solar-Flugzeug gelingt historische Weltumrundung

Abu DhabiMission erfüllt: Dem Ökoflieger „Solar Impulse 2“ ist die erste Weltumrundung mit der Kraft der Sonne geglückt. In der Nacht zum Dienstag landete das Solarflugzeug mit Pilot Bertrand Piccard am Steuer in Abu Dhabi – dem Ausgangspunkt der historischen Reise. Dort wurde der Pionier unter großem Jubel in Empfang genommen.

Seit Beginn des Flugs im März 2015 hat „Solar Impulse 2“ rund 40.000 Kilometer zurückgelegt, 16 Stopps eingelegt und dabei keinen Tropfen Benzin verbraucht. Das Projekt, dessen Kosten auf 100 Millionen Dollar (rund 89 Millionen Euro) geschätzt werden, soll für das Potenzial erneuerbarer Energien sowie für Erfindergeist werben.

Ein Abenteurer hebt ab
Ballonflüge und Tauchrekorde
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Bertrand Piccard kommt aus einer Abenteurer-Familie: Sein Großvater Auguste Piccard flog 1932 mit einem Ballon bis auf 16.940 Meter Höhe in die Stratosphäre und wurde damit zum Vorbild für Professor Bienlein in den bekannten Comics von Tim & Struppi. Piccards Vater Jacques brach Rekorde in der Tiefe: Mit seinem Tauchgang auf 10.916 Meter unterm Meeresspiegel im Marianengraben stellte er einen Tiefseetauchweltrekord auf. Später baute er das erste Touristen-U-Boot.

Vorbereitung zum Ballon Rekordflug
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Bertrand Piccard kam zunächst auf die Familientradition zurück, die sein Großvater vorgelebt hatte. Nach Jahren des Gleitfliegens entdeckte er das Ballonfliegen für sich und wollte als erster eine Non-Stop-Weltumrundung mit dem Ballon schaffen. Der Schweizer Uhrenmacher Breitling war der Sponsor für das Projekt und damit Namensgeber für den Ballon.

Aller guten Dinge sind drei
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Bertrand Piccard (rechts) und sein Co-Pilot Brian Jones mussten nach dem ersten Versuch wegen Kerosinverlusts nach drei Jahren Vorbereitungszeit die Reise abbrechen. Im zweiten Anlauf scheiterten sie an einem Überflugverbot Chinas. 1999 gelang ihnen endlich der Rekord.

Solar Impulse
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Der Kerosinverlust der ersten gescheiterten Reise im Breitling-Ballon war Piccard eine Lehre: In seinem nächsten Projekt wollte er nicht mehr auf vergängliche, fossile Treibstoffe angewiesen sein. Stattdessen vertraute er fortan auf die Sonne. Solar Impulse sollte das erste allein von Solarenergie betriebene Flugzeug werden.

Partner-Projekt
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Anders als es sein Vater und Großvater gemacht hatten, setzte Piccard nicht auf die finanzielle Unterstützung von Regierungen. Stattdessen konnte er eine ganze Reihe an Unternehmen für sein Projekt begeistern. Diese sind nicht bloß als Geldgeber mit ihrem Firmennamen auf dem Flugzeug präsent, sondern unterstützten Entwicklung, Bau und Reise von Solar Impulse vor allem mit ihrem Know-how.

Weltrekorde
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Piccard schuf auf diese Weise eine Kommunikationsplattform für technische und ökologische Innovationen. 2009 war der Erstflug von Solar Impulse, drei Jahre später schaffte das Team den ersten Interkontinentalflug eines einzig mit Solarenergie betriebenen Flugzeugs. Das nächste Ziel war klar....

Teamarbeit
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Nach den Erfolgen mit Solar Impulse 1 machten sich Piccard und sein Team an das Nachfolgemodell: Solar Impulse 2, das die Weltumrundung schaffen sollte.

Auf sein Ziel wies der Schweizer Pionier Piccard auch gleich nach der Landung noch einmal hin. Beim Sprung aus dem Cockpit wurde er von seinem Landsmann und Pilotenkollegen André Borschberg begrüßt. Das Duo umarmte sich und reckte die Fäuste in die Luft.

„Die Zukunft ist sauber. Die Zukunft seid ihr. Die Zukunft ist jetzt. Lasst es uns einen Schritt weiterführen“, erklärte Piccard unter dem Applaus und Jubel der Menschenmenge. Vor Ort war auch Prinz Albert von Monaco.

Schon kurz vor der Landung hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Pilot Piccard zu seinem Projekt gratuliert: „Das ist ein historischer Tag für Sie“, sagte Ban in einer Video-Schaltung mit dem Piloten. Piccard beende zwar seine Reise, aber es sei erst der Anfang für eine nachhaltige Welt. Ban dankte dem Piloten und seinem Team für deren Mut.

Die historische Mission verlief allerdings alles andere als reibungslos: Nachdem auf dem Flug von Japan nach Hawaii die Batterien beschädigt wurden, schien die Mission kurz vor dem Scheitern. Letztlich mussten die Piloten eine neunmonatige Unterbrechung der Reise hinnehmen. Kurz vor der letzten Etappe nach Abu Dhabi gab es dann nach einem Zwischenstopp in Kairo eine mehr als einwöchige Verzögerung, als Piccard krank wurde und auch das Wetter nicht mitspielte.

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