Solarmodule
Mit Sonnenkraft länger surfen

Markus Teufel hat Solarmodule entwickelt, die die Laufzeit von Laptops verlängern können. Mit seinem neuesten Projekt hat der Teutu-Chef am Weconomy-Wettbewerb von Wissensfabrik und Handelsblatt teilgenommen – und gewonnen.
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DÜSSELDORF. Wenn man Markus Teufel in seinem Büro in Neuhausen – einem kleinen Ort am Bodensee – trifft, dann kommt man sich vor wie in einem Lager für Laptopteile. Deckel von verschiedenen mobilen Rechnern stehen dort fein säuberlich aufgereiht in einem Regal an der Wand. Das Besondere: Sie sind farbig und tragen die Logos bekannter Firmen.

Der 26-Jährige betreibt keine Reparaturwerkstatt oder baut Rechner aus Komponenten zusammen, sondern seine Firma Teutu verwandelt Seriengeräte großer Hersteller in Unikate. „Wir personalisieren die Laptopdeckel für Firmenkunden von Notebook-Herstellern wie HP, Panasonic oder Dell“, sagt der Wirtschaftsingenieur. Zu den Kunden gehören Firmen wie Audi, VW, die Zürich Versicherung, das Robert-Koch-Institut, die Lufthansa oder T-Systems. Sie alle haben bei Teutu eine Sonderedition der Laptops geordert. Die Unternehmen wollen mit den farbigen Deckeln aber nicht nur werben, sondern gleichzeitig auch Langfinger abschrecken. Sie erschweren den Weiterverkauf der gestohlenen Ware in einschlägigen Online-Börsen.

Der personalisierte Laptop war aber nur der erste Streich von Teufel. Auf seinem Schreibtisch steht der zweite. Der Laptop, der dort steht, hat keinen bunten Aufdruck, sondern ist mit dunklen Siliziumscheiben belegt. Sie sollen dafür sorgen, dass sich der mobile Rechner mit Sonnenenergie auflädt und so länger ohne Stromnetz auskommt. Mit seinem neuesten Projekt hat der Teutu-Chef am Weconomy-Wettbewerb von Wissensfabrik und Handelsblatt teilgenommen – und gewonnen.

Doch das Gewinnerwochenende in Baden-Baden, an dem der Jungunternehmer die Chancen seiner Geschäftsidee mit Topmanagern diskutieren konnte, verlief anders, als es sich der Jungunternehmer bei der Anreise vorgestellt hatte. „Die meisten CEOs haben mir davon abgeraten, den Solarlaptop selbst zu entwickeln“, sagt Teufel. Zu groß seien die Markteintrittsbarrieren für diese technische Neuerung.

Die Argumente der erfahrenen Firmenchefs überzeugten ihn. Nun sucht der junge Tüftler nach einem Käufer, der die entwickelte Technologie übernimmt und zur Marktreife bringt. Erste Gespräche mit potenziellen Kunden habe es bereits gegeben, und Teufel ist zuversichtlich, bald einen Käufer für die Solartechnik zu finden.

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