Sonnenfinsternis in Europa: Freie Sicht auf das Himmelsspektakel

Sonnenfinsternis in Europa
Freie Sicht auf das Himmelsspektakel

In Europa warten viele Menschen gespannt auf die Sonnenfinsternis. Die Wetterprognosen für Deutschland ist relativ gut. Doch wer die Sonne ganz verschwinden sehen möchte, muss sich weiter nördlich orientieren.
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BerlinEin fast wolkenloser Himmel soll am Freitag in weiten Teilen Deutschlands einen Blick auf eine seltene Sonnenfinsternis ermöglichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für viele Regionen einen klaren Himmel voraus.

„Der komplette Norden wird aber stärker bewölkt sein, vor allem die Küstenregionen“, sagte DWD-Meteorologe Andreas Würtz am Donnerstag. Dort haben die Menschen der Prognose zufolge schlechte Aussichten, einen Blick auf die Sonne zu erhaschen.

In einigen Regionen im Norden – etwa auf den Färöer-Inseln im Nordatlantik – wird die Sonne für kurze Zeit komplett „ausgeknipst“: In einem etwa 400 Kilometer schmalen Streifen auf dem Nordatlantik wird es für etwas mehr als zwei Minuten komplett dunkel. Bei gutem Wetter sind bei einer solchen totalen Sonnenfinsternis die Sterne zu sehen.

Rund 8000 Touristen sind deshalb zurzeit auf den Färöer-Inseln zu Gast. „Ich glaube nicht, dass wir es schon einmal erlebt haben, dass so viele Touristen gleichzeitig hier waren“, sagte Súsanna Sørensen, Marketing-Managerin von „Visit Faroe Islands“.

In Europa, Nordafrika, dem Mittleren Osten, dem westlichen Asien und auf Grönland ist das Ereignis dagegen nur als Teilfinsternis zu sehen, bei der die Sonnenscheibe unterschiedlich stark vom Mond bedeckt wird. „In Deutschland wird es dann leicht duster“, sagte Professor Hans-Ulrich Keller vom Planetarium Stuttgart.

Je nach Standort beginnt der Neumond in Deutschland gegen 9.30 Uhr, sich vor die Sonne zu schieben. Eine gute Stunde später ist die größte Bedeckung erreicht. Sie beträgt in Flensburg etwa 82 Prozent, in München 68 Prozent. Gegen 12.00 Uhr ist das Spektakel vorbei.

Viele Augenärzte sind von dem Naturspektakel gar nicht angetan. Denn wer ohne spezielle „Sofi“-Brille in die Sonne schaut, riskiert Verbrennungen der Netzhaut und kann sogar erblinden. Die Schutzbrillen waren jedoch schon Tage vor dem Ereignis größtenteils ausverkauft, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Eine Rückrufaktion löste am Donnerstag ein schwäbischer Optiker aus. Er hatte versehentlich 3D- statt Schutzbrillen verkauft.

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Ohne Schutzbrille darf kein Schüler nach draußen

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