Sorgen über Emissionshandel Industrieverband warnt Merkel vor EU-Klimapolitik

Die Industrie hat sich mit ihren Sorgen über die europäische Klimapolitik direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Vor allem die geplanten Verschärfungen des EU-weiten Emissionshandels bedrohten die Wettbewerbsfähigkeit, heiße es in einem Schreiben des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, an Merkel.
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HB BERLIN. Bei energieintensiven Betrieben seien „existenzielle Gefährdungen nicht auszuschließen“, schreibe Thumann, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Die ab 2013 von der EU-Kommission geplante Versteigerung des größten Teils der Kohlendioxid-Zertifikate könnte die Stromkosten energieintensiver Industrien deutlich heben, fürchtet der Industrieverband.

Anders als in Staaten wie Frankreich, Österreich oder Schweden werde in Deutschland Strom zum großen Teil aus Kohle gewonnen, also mit hohen Emissionen. Nationale Besonderheiten spielten aber in den Brüsseler Klimaplänen künftig kaum eine Rolle mehr, kritisierte der BDI. Auch seien die Zusagen der EU, gegebenenfalls die europäischen Emissionen bis 2020 nicht um 20, sondern um 30 Prozent zu senken, „unpräzise“, schreibt Thumann.

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