Spartipps: Das bringt ein Energie-Check

SpartippsDas bringt ein Energie-Check

Weniger zahlen für Strom und Gas – das wünschen sich viele Verbraucher. Den Anbieter zu wechseln, ist aber nicht die einzige Lösung. Energieberater geben ganz individuelle Tipps. So funktioniert der Energie-Check.
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Düsseldorf/MülheimRita Schmitz ist eine rüstige ältere Dame. Dass sie bereits achtzig ist, sieht man ihr nicht an. Ähnlich überrascht ist Ralf Schomber, als er ihren Stromverbrauch erfährt: Nur knapp 1000 Kilowattstunden pro Jahr. „Das ist doch ein fantastischer Wert!“, sagt Schomber. Er ist Energieberater. Und heute soll er die Strom- und Heizkosten der Rentnerin prüfen.

Frau Schmitz (Name geändert) möchte sparen. Sorge bereitet ihr vor allem der Kühlschrank, denn der scheint im Dauerkühlmodus zu verharren. Ob der Experte einen Rat weiß? In der Zweizimmer-Wohnung in Mülheim an der Ruhr begutachtet er zunächst die neuesten Rechnungen für Strom und Gas. Bei einem Einpersonenhaushalt sind 800 bis 1200 Kilowatt Strom pro Jahr völlig normal. Die Rentnerin staunt: Ihr Verbrauch ist sogar niedrig, aber was ist mit dem Kühlschrank?

Den Verbrauch einzelner Geräte kann der Energieberater bei seiner kurzen Visite nicht messen. Er macht einen sogenannten Basis-Check. Der wird seit Ende September 2012 von den Verbraucherzentralen angeboten und staatlich bezuschusst. Kosten für den Verbraucher: lediglich zehn Euro. Dafür gibt es nach knapp einer Stunde eine Kurzbewertung des Energieverbrauchs, per Post schickt der Berater dann noch eine genauere Auswertung und konkrete Spartipps.

Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Strompreise hat auch die Nachfrage nach solchen Checks zugenommen. Allein seit Anfang 2013 haben die Verbraucherzentralen deutschlandweit mehr als 800 Basis-Checks organisiert. „Den Stromanbieter zu wechseln, ist für viele bereits ein wichtiger Schritt“, sagt Birgit Holfert, Referentin für Energieberatung beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Noch besser sei es für die Haushaltskasse, wenn gleich weniger Strom verbraucht werde.

Wie das gelingt, erfahren Interessierte bei einem Energie-Check. Aktuell müssen Verbraucher auf einen Beratungstermin für einen Basis-Check etwa drei bis vier Wochen warten. Um einen Termin zu vereinbaren, können sie sich an die nächste Verbraucherzentrale wenden oder eine bundesweite Rufnummer wählen (0800 – 809 802 400 – kostenfrei aus dem Fest- und Mobilfunknetz).

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  • Nun als Ex-Beraterin,aber ohne Saatliche unterstützung,weiss ich wovon ich rede.Vertrauen Sie erstmal keinem,auch keinem sogenannten Energieberater.Aber das Hat vor einiger Zeit ja auch ein öffentlich rechtlicher Sender durch eigene Recherchen festgestellt.Die meisten sind Scharlatane.Nur mit selbst erworbenen Wissen,kann eine vernünftige Enerhgieberatung evtl.etwas nutzen.Die sogennate Einsparung bringt sogut wie garnichts.Nur beiu vernünftiger Planung bei Neibauten sind Erfolge zu erzielen.Aber auch nicht mit Allem was der Markt bietet.Meistens ist WENIGER MEHR.Die Ankündigung vom Energieminister durch Energieberatungen viel einzusparen ist Augenwischerei und verschwendung vo Steuergeldern.Also,lassen Sie sich nicht ver......Ih habe einige Energieberater hiergehabt.alles Nullen.Wennjemand sich selbt Informiert,kommt Er selbt auf evtl.Einsparungen.

  • Wunder kann man nicht monetarisieren.

    Den Glauben daran aber schon!

  • @el Sapo
    Er kann auch nichts einsparen, weil er diese perfide politische Energieeinsparungssystem nicht hinterfragt!
    Egal wie viel man an Energie einspart, diese Einsparung wird durch den Anstieg der EEG-Zwangsabgen auf der Stromrechnung wieder weggemacht.
    Jeden Bürger sollte bewusst sein, wenn eine Politik die Gesellschaft per Gesetz (EEG) und diktierter Energiewende zum Energieeinsparen zwingt, dann ist diese für JEDEN Bürger dieser Energieeinspargesellschaft der Weg in eine politisch ideologiegesteuerte Mangelgesellschaft!!!
    Mit einen Kraftwerkmixpark aus Kohle,Gas und Uran kann der Strom heut zu Tage locker mit 10ct/kwh an den Endverbraucher verkauft werden. Statt dessen fahren wir mit dieser diktierten Energiewende auf Basis eines ideologiebehafteten und perfiden EEG direkt auf die 30ct/kwh dieses Jahr und die kommenden Jahre wird uns diese Energiewende weiter und weiter belasten...Solange es die Energiewende auf Basis des EEG gibt, wird auch keine Entlastung stattfinden!

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