Spekulationen um Wasserkrieg
Wasserknappheit: Irak will Abkommen über Vorräte

Aus Sorge vor einer Verknappung der Trinkwasservorräte hat der Irak ein Abkommen mit den Anrainerstaaten von Euphrat und Tigris gefordert, das den Umgang der Staaten mit den Flüssen regelt. Denn momentan sind andere Länder vorher dran.

HB DAMASKUS. Der irakische Minister für Wasservorräte, Abdul Latif Raschid, sagte Reuters, sein Land befürchte, bei der Trinkwassergewinnung aus den Flüssen benachteiligt zu werden. Grund sei, dass die Türkei und Syrien den Euphrat zunehmend eindämmten und sich deshalb die Wasserqualität flussabwärts verschlechtere.

„Das Problem wird schlimmer, und wir brauchen eine Übereinkunft“, sagte Raschid am Donnerstag nach Gesprächen in der syrischen Hauptstadt Damaskus. „Es gibt jetzt schon Spekulationen, dass es bei dem nächsten Krieg in der Region um Wasservorräte geht.“ Der Wasserspiegel des Euphrat sei kontinuierlich gesunken, seit Syrien und die Türkei verstärkt Dämme gebaut hätten. Der Iran wiederum blockiere die Zuflüsse des Tigris. Darüber müsse mit der Führung in Teheran verhandelt werden, sagte Raschid. Syrien habe sich bereits kooperativ gezeigt. Gespräche mit der Türkei würden seit 2003 geführt, seien bislang aber ergebnislos geblieben.

Euphrat und Tigris durchlaufen die Türkei und fließen im Irak nahe der Stadt Basra zusammen. Zudem durchläuft der Euphrat Syrien.

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