Studien
Windenergie wächst weltweit rasant

Der weltweite Markt für Windenergie-Anlagen wird laut einer aktuellen Studie in den kommenden zehn Jahren rasant wachsen. In Deutschland jedoch ist der Ausbau der Windenergie vor den Küsten ins Stocken geraten.

HB BERLIN/HUSUM. Das globale Marktvolumen werde im Jahr 2017 rund 107 000 Megawatt neuinstallierter Leistung erreichen, heißt es in der Studie des Deutschen Windenergie-Instituts (DEWI) im Auftrag der Messe Husum WindEnergy, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Das wäre mehr als das Fünffache der heutigen Neuinstallationen von 20 000 Megawatt jährlich und würde einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Euro bedeuten.

Großes Wachstumspotenzial gebe es vor allem in den USA, China, Spanien und Indien. Für die Studie wurden vor allem große Firmen aus der Branche befragt.

Deutsche Hersteller und Zulieferer sind zu mehr als einem Drittel am Weltmarkt beteiligt und beschäftigen mehr als 80 000 Arbeitnehmer. „Um die optimistische Prognose zu realisieren, müssen die deutschen Unternehmen ihre Fertigungskapazitäten für Anlagen und Komponenten weiter massiv ausbauen“, forderte Thorsten Herdan vom Verband VDMA Power Systems.

„Nur mit einem kontinuierlichen Heimmarkt für Onshore- wie Offshore-Windenergie und auseichend verfügbarem Personal werden die gewaltigen Investitionsentscheidungen zugunsten Deutschlands fallen.“ Die deutschen Hersteller exportieren rund 80 Prozent ihrer Produktion.

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist vor den Küsten ins Stocken geraten. Ursprünglich sollten die ersten Offshore-Anlagen in diesem Jahr ans Netz gehen, nun wird es wegen technischer und finanzieller Probleme wohl 2010 werden.

Die Studie rechnet bis zum Jahr 2012 mit einer installierten Leistung von 31 800 Megawatt in Deutschland, davon 3800 Megawatt offshore. Für 2017 werden insgesamt 44 000 Megawatt installierte Leistung vorhergesagt, davon 32 500 Megawatt an Land und 11 500 Megawatt in Nord- und Ostsee.

Bis zum Jahr 2030 könnten sogar 65 000 Megawatt Leistung in Betrieb sein und rund ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs abdecken, heißt es in der Studie.

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