Treibhausgase
Klimakiller Internet

Die globalen Rechenzentren alleine sind für rund 23 Prozent der Treibhausgase verantwortlich, die von der weltweiten IT- und Kommunikations-Industrie erzeugt werden. Der Klimakiller Internet stellt damit eine Branche in den Schatten, die seit jeher mit hohen Emissionen in Verbindung gebracht wird. Und: Der Ausstoß wächst einem Experten zufolge dramatisch schnell.

LOS ANGELES. Nach einer aktuellen Gartner-Studie liegt die gesamte Telekommunikations- und IT-Industrie bei der CO2-Produktion sogar schon gleichauf mit der Luftfahrtindustrie. Rakesh Kumar, verantwortlicher Gartner-Analyst: „Die Rechencenter verursachen noch weniger CO2-Ausstoß als PC und Monitore, die 40 Prozent ausmachen. Aber der Ausstoß der Datencenter ist wesentlich konzentrierter und wächst dramatisch schneller.“

Drei Gründe sind laut Gartner für den Trend verantwortlich: Beengte Platzverhältnisse, zu wenige Hochleistungsserver, statt dessen viele kleine Server, und ständig steigender Stromverbrauch. Während in den vergangenen drei Jahren immer mehr und größere Server installiert wurden, seien in den letzten sieben Jahren kaum neue, leistungsfähige Rechenzentren gebaut worden.

Das Problem wird sich bald auch auf die Profitabilität der betroffenen Unternehmen auswirken. „Wir glauben, dass Energieeffizienz im Rechenzentrumsbetrieb ein wichtiges Schlüsselkriterium sein wird“, so Analyst Kumar. Die Kosten für den Betrieb eines Datencenters verlagern sich immer mehr weg von Hard- und Software zu Kühlung und Stromverbrauch, so IBM Research in einer Studie. „Unser Stromvebrauch hat sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt und wird sich in den kommenden fünf Jahren verdreifachen“, erwartet Debra Chrapaty, Vizepräsidentin für die Windows Live-Aktivitäten, das Internet-Geschäft rund um Internet-basierte Windows-Produkte. „Die Frage, wie wir dieses Problem angehen, wird entscheidend unsere Ergebnissituation bestimmen.“

Das Einsparpotenzial ist dabei enorm: bei einem durchschnittlichen, ca. 2500 qm grossen Rechenzentren, könnten heute bis zu 42 Prozent Energieeinsparung erreicht werden, schätzt IBM, ein Gegenwert von bis zu 7400 Tonnen CO2.

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