Trinkwassermangel
Experte warnt vor Schwarzmarkt für Wasser

Trinkwassermangel, Ausfälle der Kanalisation und eine sinkende Wasserqualität drohen den Mega-Städten in den kommenden Jahren. Wasserexperte Andreas Kanzler warnt sogar vor einem Schwarzmarkt für Trinkwasser.
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Stockholm/BerlinMega-Städten weltweit droht in den kommenden Jahren eine Verschärfung der Wasserkrise. Sie sind besonders von Trinkwassermangel, sinkender Wasserqualität sowie Ausfällen der Kanalisation gefährdet. Dies bestätigt die Umweltstiftung WWF in einer Studie mit Fallbeispielen. Das Werk „Big Cities. Big Water. Big Challenges“ wurde am Sonntag zu Beginn der Internationalen Weltwasserwoche in Stockholm veröffentlicht. Die Organisation empfiehlt, das Wassermanagement in den Städten nachhaltig zu planen.

Nach Angaben des UN-Programms Habitat haben derzeit in einigen städtischen Regionen Schwarzafrikas bis zu 50 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser, bis zu 60 Prozent hätten keine ausreichenden sanitären Anlagen. Schon heute sei die Situation in vielen Metropolen unhaltbar und bedrohlich, heißt es auch in der WWF-Studie. Mexiko-Stadt sinke wegen der Übernutzung der Grundwasserreserven Jahr für Jahr um 5 bis 40 Zentimeter ab. Die Stadt sei mittlerweile abhängig von Wasserreserven in 150 Kilometer entfernten Regionen.

Die Flüsse in Buenos Aires nennt der WWF eine „öffentliche Kloake“. Der Riachuelo etwa sei einer der weltweit am stärksten mit Blei, Zink und Chrom verschmutzten Flüsse. In der südpakistanischen Hafenstadt Karachi sterben laut Studie jährlich rund 30.000 Menschen an den Folgen von belastetem Trinkwasser. Die chinesische Metropole Shanghai hingegen kämpfe trotz genügender Süßwasservorkommen an Wasserknappheit.

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  • In Entwicklungsländer gibt es bereits einen Schwarzmarkt für Trinkwasser. Vor allem vor der Regenzeit, wenn besonderer Wassermangel herrscht oder die Regenzeit sich nach hinten verschiebt, verkaufen informelle Händler sogenanntes Trinkwasser, das häufig nicht sauber ist!

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